Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 23. Januar 2018

Gemeinsam Lesen #3 – „Die zwei Leben von Balduin“

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Und schon wieder eine Woche rum! Heute haben wir mal einen Graphic Novel im Gepäck:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

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„Die zwei Leben von Balduin“ von Fabien Toulmé
Seite 88

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Schau mal, wenn die kleine Boje untergeht, beisst ein Fisch an den Haken…“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, Zitat, was immer du willst!)

Eine Graphic Novel zu einem wichtigen Thema: wie eine Diagnose dazu führen kann, das eigene Leben zu überdenken. Zwei ungleiche Brüder, der eine Arzt, der andere Jurist, beginnen nach einer fatalen Krebsdiagnose ein zweites Leben. Unterbrochen von kurzen Kindheitserinnerungen der beiden (s. den ersten Satz), wird ihre Geschichte erzählt.

4. Gibt es Kinderbücher, mit denen du schöne Kindheitserinnerungen verbindest?

Ein paar Kinderbücher habe ich noch – darunter das Bilderbuch „Das Mondgesicht“ von Gerda Marie Scheidl (Text) und Lilo Fromm (Illustration). Eine Kinderzeichnung des Mondes wird zum Leben erweckt, erlebt viele Abenteuer und kehrt auf fantastische Weise zurück an die Wand, wo sie schon heftig vermisst wurde.
Außerdem: „Hi – der Poltergeist“ von Josef Carl Grund. Daraus wurde vorgelesen, aber auch schon selbst gelesen.

(Susanne Weber)

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Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 16. Januar 2018

Gemeinsam lesen #2 – „Die Geschichte eines neuen Namens“

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Woche 2, Beitrag 2. Unsere neue Blogaktion startet schon mal gut. Hier sind die Lesefragen der Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Elena Ferrante: Die Geschichte eines neuen Namens.

Band 2 der Neapolitanischen Saga. Aktuell bin ich auf Seite 290. Es ist mein Mittagspausenbuch und liest sich daher zwar sehr gut, aber nicht sehr schnell. 🙂

Mittagspausenbuch

Mittagspausenbuch. Symbolbild.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Diese Frage ist unvermutet kompliziert. Der erste ganze Satz auf der Seite findet sich erst im zweiten Absatz und lautet: „Lila war verblüfft, sie sagte, sie habe darüber nachgedacht und das Leben im Reinzustand mache ihr Angst.“ Der vorherige Satz beginnt auf der Seite davor und hat hinter einem Semikolon am Seitenbeginn einen Teilsatz, der viel über die Stimmung des Buches sagt und deshalb auch zitierwürdig ist:

„(…) und obwohl es für ihn schwierig gewesen sei, unter den tausend anregenden Dingen, die Maddie und Dan Rooney gesagt hätten, die von Lila zitierte Stelle genau auszumachen, sei, nun ja, der Gedanke, dass das Leben mehr spürbar sei, wenn man blind, taub, stumm und womöglich ohne Geschmackssinn und ohne Tastsinn sei, an sich objektiv interessant; seiner Meinung nach bedeute das: Schaffen wir alle Filter ab, die uns daran hindern, dieses Dasein in vollen Zügen hic et nunc und wahrhaftig zu genießen.“
Anschließend folgt Lilas Verblüffung. Hier unterhalten sich zwei Jugendliche (er: 18, Lila: 16) über Samuel Becketts Theaterstücke.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ein weiteres Zitat aus dem Buch lässt mich schon seit 160 Seiten nicht los und hat daher eine Erwähnung verdient: „Nun aber sah ich auch die Familienmütter des alten Rione in aller Deutlichkeit. Sie waren gereizt, waren fügsam. Sie schwiegen mit zusammengekniffenen Lippen und eingezogenem Kopf oder schrien ihre Kinder, die ihnen auf die Nerven gingen, mit fürchterlichen Schimpfwörtern an. Abgezehrt, mit tiefliegenden Augen und eingefallenen Wangen oder mit breitem Hintern, geschwollenen Fußgelenken und schwerem Busen schleppten sie ihre Einkaufstaschen und zogen ihre kleinen Kinder hinter sich her, die ihnen am Rockzipfel hingen und hochgenommen werden wollten. Und du lieber Himmel, sie waren zehn oder höchstens zwanzig Jahre älter als ich. (…) Wann setzte diese Verwandlung ein? Mit der Hausarbeit? Mit den Schwangerschaften? Mit den Prügeln? Würde Lila sich genauso verformen wie Nunzia?“
(S. 130) Dazu zwei Gedanken: So brutal ist erwachsen werden. Und: Gütiger Himmel, fühle ich mich gerade alt.

4. Seid ihr schon einmal in die Versuchung gekommen die letzten Seiten eines Buches als erstes zu lesen?

Nein, nie. nach zwanzig Seiten vielleicht, bei wirklich zähen Büchern, aber noch nie als erstes.

P.S. Ich bin darauf aufmerksam gemacht worden, dass wir im Juni eine Veranstaltung zum Thema im Haus haben:

Aus dem Programm von Cicuit – Deutsch-Italienische Gesellschaft Bochum:
Freitag, 15.Juni 19.30 Uhr
Stadtbücherei Bochum, Gustav-Heinemann-Platz 2-6

”Das Phänomen Elena Ferrante”
Ein Abend mit der Übersetzerin Karin Krieger und der Literaturkritikerin
Maike Albath
Eintritt:
erm. 8,–€ / 10,– €
In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Bochum, der Literarischen Gesellschaft Bochum und der Universitätsbuchhandlung Janssen

 

Das werde ich mir nicht entgehen lassen! 🙂

(GriSu)

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 9. Januar 2018

Gemeinsam Lesen #1 – „Das dänische Mädchen“

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Wir melden uns zurück im neuen Jahr und wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern ein gutes und erfolgreiches Jahr 2018!

Im Gepäck haben wir eine neue Blogreihe: „Gemeinsam Lesen“. Schon seit Mitte 2015 findet diese Aktion wöchentlich statt, dieses Jahr sind wir von der Stadtbücherei mit von der Partie! Jeden Dienstag öffnet eine unserer Mitarbeiterinnen bzw. einer unserer Mitarbeiter das Buch, das sie oder er gerade liest, und beantwortet dazu ein paar einfache Fragen. Drei davon bleiben jede Woche gleich, die vierte variiert von Woche zu Woche.

Also, auf geht’s!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

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„Das dänische Mädchen“ von David Ebershoff
eBook Seite 45

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Mutter, ich muss sofort nach Dänemark zurück – am liebsten gleich morgen!“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, Zitat, was immer du willst!)

„Das dänische Mädchen“ erzählt die Geschichte des Malerehepaares Einar und Greta Wegener etwa Mitte der 1920er Jahre. Irgendwann bittet Greta ihren Mann für sie in Frauenkleidern Modell zu stehen, da das Porträt an dem sie gerade arbeitet unbedingt fertig gestellt werden muss, die eigentlich porträtierte Opernsängerin aber wieder einmal abgesagt hat. Einar verwandelt sich in Lili – zunächst vorübergehend, dann immer öfter. Diese Rolle wird schnell mehr als nur ein Spiel und Greta muss sich der Frage stellen: was, wenn der Mensch, den man geheiratet hat, plötzlich ein ganz anderer ist?

Viele denken jetzt bestimmt: Ohje, eine dieser „Das Buch zum Film“-Geschichten! 2016 flirrte „The Danish Girl“ über die deutschen Kinoleinwände. Aber das Erstlingswerk von David Ebershoff erschien bereits 2002 und wurde hier bloß anlässlich der Verfilmung (wie so oft) neu aufgelegt.
Was mir allerdings auch unbekannt war ist, dass Ebershoffs Buch auf dem tatsächlichen Lebensbericht von Lili Elbe fußt, die eine der ersten Transsexuellen war, die sich in den 1930er Jahren einer Operation unterzogen.
Ich bin zwar noch ziemlich am Anfang der Geschichte, aber schon sehr gespannt wie sich das Leben zu dritt – Greta, Einar und Lili – weiter gestaltet.

4. Führst du deinen Bücher-Blog immer gleich gerne oder wird es dir manchmal zuviel?

Da es sich hierbei nicht nur um einen Bücher-, sondern um einen Bücherei-Blog handelt, der das Gemeinschaftswerk vieler Kolleginnen und Kollegen ist, kann es ja gar nicht zu viel werden! Außerdem schreiben wir – mich eingeschlossen – sehr gerne für Euch 😉

(I. Coen)

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 14. Dezember 2017

Spielerei: Bermuda

(c) Hutter Trade GmbH + Co KG

für 3-6 Spieler
ab 10 Jahren
Dauer: ca. 15 Min
Verlag: Huch & friends!

Wer bei Bermuda in Bochum an die hohe Kneipendichte denken muss und etwas thematisch passendes hier erwartet, wird leider enttäuscht. Hier wird auf das ursprüngliche Bermudadreieck mit den versunkenen Schiffen Bezug genommen.

Die Spieler sind wagemutige Schatzsucher und tauchen im erwähnten Seegebiet. Sie entdecken dort auch Schätze, nur werden diese von einer Nixe bewacht. Das Wichtigste beim Tauchen ist ja bekanntlich, dass man genug Sauerstoff mit nimmt, wenn einem dieser ausgeht, ergeht es einem schlecht, also heißt es bei diesem Spiel: Luft anhalten, sobald der erste einatmet, wird der Tauchgang abgebrochen und es wird geschaut, was man ergattern konnte.

Zu Beginn des Spiels wird eine Nixenkarte und für jeden Spieler eine Schatzkarte in die Tischmitte gelegt. Jeder Spieler erhält 12 Tauchkarten.

Auf den Schatzkarten ist unter den Luftblasen angegeben in welcher Tiefer der Schatz liegt, das heißt, dass am Ende der Runde unter diesem Schatz genau so viele Tauchkarten liegen müssen. Alle Spieler spielen gemeinsam und gleichzeitig, um der Nixe die Schätze abzuluchsen. Da man ja ohne zu atmen so schlecht reden kann, muss man das ohne Absprache schaffen.

Sobald alle Tauchkarten verteilt wurden, wird bis 3 gezählt, alle halten die Luft an und fangen an unter den Schatzkarten Kartenreihen zu bilden. Hierbei ist zu beachten, dass die aufeinandergelegten Karten angrenzende Werte haben müssen, das darf sowohl auf- als auch absteigend sein. An eine 5 darf man sowohl eine 4 als auch eine 6 legen. Wichtig zu wissen ist, dass auch 1 und 9 als angrenzend gelten.

Sobald ein Spieler einatmet, darf keiner mehr weitertauchen und nun zeigt sich welche Karten in der Tiefe bei der Nixe bleiben und welche das Tageslicht erblicken. Die Schätze unter denen nicht ausreichend oder zu viele Tauchkarten liegen, hortet die Nixe und sie werden unter die Nixenkarte gelegt.

Nach fünf Tauchgängen/Spielrunden, endet das Spiel. Nun werden die Schatzkarten der Nixe und der Taucher ausgezählt. Haben die Taucher mehr Schätze als die Nixe Verteidigungspunkte, die Zahl über dem Dreizack auf den Schatzkarten,  gewinnen die Taucher.

Auf in’s Taucher-Getümmel!

BeBi

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 12. Dezember 2017

„12 von 12“ – Dezember 2017

 Altes Jahr, etablierte Blogaktion: Wir machen 2017 mit bei 12 von 12!Was das ist? Jeden Monat am 12. sammelt Caro von „Draußen nur Kännchen“ Fotoserien: jeweils 12 Bilder vom Tag, gerne vom Alltag. Mal schauen, ob wir das ganze Jahr durchhalten. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Einblick in den Alltag in der Stadtbücherei Bochum.

 

Liebste Erdmännchenfreunde,

das Jahr neigt sich in fühlbar zunehmender Geschwindigkeit dem Ende entgegen, aber die Einträge mit dem weltbesten Erdmann – das bin ich – bleiben natürlich allzeit spitzenklasse. Heute bin ich mal wieder in Dortmund unterwegs und will euch zwei spannende Orte zeigen.

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Na, erkennt ihr diesen Ort? Vielleicht nicht genau diesen, aber diese Orte sind ja meistens nach einem gewissen Muster aufgebaut. Ein Raum mit vielen Tischen an denen Leute sitzen, eine Person sitzt vorne und verschiedene Sachen werden an die Tafel geschrieben oder an die Wand projiziert.
Richtig, Erdmann drückt die Schulbank! Mal wieder bin ich heute mit unserer Auszubildenden unterwegs. An dem Karl-Schiller-Berufskolleg in Dortmund gibt es zwei Mal die Woche Unterricht für alle angehenden FaMIs (die Abkürzung für den Beruf der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste – in unserem Fall natürlich Fachrichtung Bibliothek).

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Man lernt etwas über Wirtschaft, die Betriebe (zum Beispiel unsere Bibliotheken), aber auch Standardfächer wie Deutsch und Englisch. Meine beispielhafte Schullaufbahn ist leider schon etwas her und ich verstehe nicht auf Anhieb alle Themen. Aber meinen Namen schreiben kann ich – als beliebtes Maskottchen muss man ja schon mal Autogramme geben können.

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*mampf mampf* Kekfe? Welfe Kekfe?
Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mein liebstes Schulfach war immer die Pause.

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Die Zukunft ist da und ohne Technik geht es sowohl in der Bibliothek als auch in der Schule nicht mehr. Bei dem Unterrichtsfach DV (Datenverarbeitung) wird deshalb, wie in den anderen Schulfächern manchmal auch, am Computer gearbeitet. Bei so vielen digitalen Zahlen und Buchstaben wird mir ganz schwindelig – genug für heute. Wir verlassen die Schule und bewegen uns lieber Richtung Dortmunder Innenstadt (die ja zum Glück nicht so weit weg ist, selbst für meine kurzen Beine ist es nur ein Erdmännchensprung).

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Erste Station: Thier-Galerie. Weihnachtlich geschmückt. Hier sind 160 Einkaufsgeschäfte in einem Zentrum untergebracht. So viele Läden! Meine Augen strahlen mit den bäumlich arrangierten Weihnachtskugeln um die Wette.

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Auch ein Bücherladen ist nicht weit. Viele Bücher erkenne ich aus unserer Bibliothek wieder. Kalender verleihen wir allerdings nicht. Ich frage mich, warum – es gibt doch so schöne Exemplare.

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Dann erhasche ich meinen ersten Blick auf den berühmten großen Weihnachtsbaum auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt. Ihr könnt euch ja vorstellen, wie groß ein normaler Baum schon für mich ist – folglich bin ich von dieser Tanne total überwältigt. Eigentlich besteht sie aus ganz vielen kleinen Tannen, so wie zum Beispiel ein zwei Meter großes Erdmännchen, unter dessen Mantel eigentlich nur ganz viele kleine Erdmännchen aufeinander gestapelt Verkleiden spielen.

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Diesen wunderschönen Ausblick hat man von einer Brücke aus Glas, die zwei Gebäude miteinander verbindet und ganz in der Nähe es Baumes zu finden ist.

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Bärenstark? Eichhörnchen, Igel und Co. feiern in einer Hütte auf dem Markt ihr eigenes buntes Weihnachtsfest. Inmitten von gefühlt einem Dutzend Teddybären, Schnee, Tannenbäumen, Schlitten, Weihnachtsmusik und ganz vielen bunten Päckchen. Eigentlich will ich fragen, ob auch ein Geschenk für mich dabei ist – aber diese Flauschköpfe wollen mir einfach nicht antworten. Ihre Bewegungen sind immer gleich und ihre Blicke wirken starr – wahrscheinlich hatten sie zu viel Glühwein. Ich kann es verstehen und wünsche ihnen alles gute. Glühwein haut einen echt um – der Fehler passiert mir kein zweites Mal.

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Und dann stehen wir plötzlich ganz nah vor dem riesengroßen Baum. Die Lichterketten funkeln, die künstlichen Kerzen flackern und die Weihnachtskugeln strahlen um die Wette mit dem goldenen Engel auf der Spitze. In diesem Moment fühle ich mich klitzeklein und zugleich riesengroß.

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Als wäre das noch nicht genug, treffen wir dann auch noch ihn – den Weihnachtsmann persönlich. So sagt er. Ich bin etwas stutzig, allein schon wegen dem etwas kurzen Bart. Aber bis Weihnachten ist es ja noch Zeit und er kann diesen noch etwas wachsen lassen.

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Den Weihnachtsmann sollte man mal in seinem Leben getroffen haben, ich kann es nur empfehlen. Aber noch viel mehr Freude bereitete mir dieser hübsche Weihnachtsengel!

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Mit dem Telefon vor ihr konnte man das Christkind anrufen. Aber ich sagte ihr, dass, falls das Christkind mal beschäftigt ist, sie sich auch gerne bei mir melden kann. Bisher kam kein Anruf durch – wahrscheinlich ist im Himmel schlechtes Netz oder die Backen gerade Plätzchen. Dafür sind die Engel ja bekannt.

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Zum Abschluss gibt es noch einen heißen Kakao vom Glühweinstand. Die Tassen vom Dortmunder Weihnachtsmarkt sehen jedes Jahr anders aus und sind eigentlich schon kleine Sammlerstücke. Aber Sammlerstück hin oder her – ich will bei dieser Kälte einfach nur meinen Kakao genießen. Hoffentlich ohne ein Tröpfchen Glühwein.

Zum Wohl!
Euer Herr Erdmann

Faff

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 28. November 2017

Book up! macht Pause

Manchmal … aber nur manchmal! … könnte man die Bücher auch einfach eine Runde im Regal stehen lassen, sich um Bücherei, Kinder, Weihnachtskekse und Geburtstagskuchen kümmern und das Basteln auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Book up! macht eine Blogpause. Wenn ich wieder mehr Zeit zum Basteln gefunden haben werde und wieder etwas Vorzeigbares habe, geht es hoffentlich in die nächste Runde. Andere Buch-Upcycler sind herzlich eingeladen, sich zu melden und einen Gastbeitrag zu schreiben. 🙂

Glück auf! Book up!

GriSu

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 12. November 2017

12 von 12 – November 2017

Altes Jahr, etablierte Blogaktion: Wir machen 2017 mit bei 12 von 12!Was das ist? Jeden Monat am 12. sammelt Caro von „Draußen nur Kännchen“ Fotoserien: jeweils 12 Bilder vom Tag, gerne vom Alltag. Mal schauen, ob wir das ganze Jahr durchhalten. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Einblick in den Alltag in der Stadtbücherei Bochum.

Hallo, liebe Erdmännchen- und Büchereifreunde,

der 12. November 2017 ist ein Sonntag. Das ist für Büchereiblogbeiträge immer ein bisschen schwierig, weil die Stadtbücherei nur in der OnleiheRuhr auf hat, aber die Kolleginnen und Kollegen und Büchereimaskottchen gibt es natürlich trotzdem. Und die tun auch was am Sonntag. Zum Beispiel erst mal ganz schnell noch fertigstellen, was die Bastelkollegin (mit Hilfe von Alice aus dem Wunderland!) schon vorbereitet hat, damit ich auch für den Nachmittag gerüstet bin:

Und dann fahren die Bastelkollegin, ihre Kinder, noch mehr Leute und ich mit dem Auto bis fast nach Holland. Auf dem Weg sehen wir plötzlich eine riesig große Milchtüte! Mit einem Panzer auf dem Kopf!! Das Rätsel beschäftigt uns noch, als wir auch schon da sind.

So tolle Büchereien wie in Bochum gibt es fast in Holland nicht, aber dafür wird ein Fest richtig groß gefeiert, das wir in Bochum eher klein feiern (behaupten die Kollegin und ihre Kinder). Dafür brauchen wir auch die Laternen. Ich bin ja mal gespannt.

An einem Sonntag wird natürlich „Sendung mit der Maus“ geguckt. Die Maus kenne ich schon von einem Ausflug nach Köln. Ich frage mich, wie die in den Fernseher passt, sie ist ja doch ganz schön groß.

Und dann wird Mittagsschlaf gemacht, offenbar wird das große Fest sehr anstrengend. Irgendwas stimmt nicht mit dem Schlafsack und dem Bett, das die Kinder für mich vorbereitet haben, aber ich weiß nicht was. Man hat es nicht immer leicht als Maskottchen.

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Danach ist immer noch keine Zeit fürs Laternenfest, stattdessen fahren wir noch ganz bis Holland, wo es im Gartencenter einen Weihnachtsmarkt mit Winterwunderland gibt und Artgenossen von mir.

Danach wird es langsam dunkel, und endlich geht es los! Wir treffen uns mit vielen anderen Familien, alle Kinder haben Laternen und viele Erwachsene ein Instrument oder eine brennende Fackel. Ein Bischof namens Martin reitet vorweg, und dann kommen Trommlerkorps und Musikverein und alle Leute, und neben dem Fackelzug laufen die Feuerwehrleute mit echten Fackeln. Die meisten Familien singen die Lieder mit. Es ist wunderschön, aber ich bin froh, dass ich nicht selber laufen muss. 20171111_174609 (Ich wusste doch, dass mit dem Schlafsack was nicht stimmt!)

Und dann bleibt mir glatt die Spucke weg, und ich bin froh, dass wir auf Abstand bleiben. Ist das heiß! So ein großes Feuer habe ich noch nie gesehen! 20171111_174526

Anschließend laufen alle zum Feuerwehrhaus, und der St. Martin schenkt allen Kindern einen halben Mantel eine Tüte voller Süßigkeiten, die Leckertüte heißt, und einen Stutenkerl, der Weggemann heißt. Das dauert natürlich, und während wir warten, gibt es Glühwein für die Erwachsenen und Kakao für die Kinder. IMG-20171111-WA0025 *nuschel*nuschel*nuschel* (Erdmännchen vertragen offensichtlich keinen Glühwein. Ups!)20171111_184300.jpg Dann geht es wieder nach Hause, und ich kann mich ein bisschen erholen. Zu Hause wird die Beute gesichtet, und ich verstehe endlich, warum der Laternenstab oben einen Haken hat. Die Kinder haben den Sinn des Festes nicht verstanden und wollen ihre Süßigkeiten nicht mit einem notleidenden Erdmännchen teilen, aber ich angle mir trotzdem etwas!DSCF1447Anschließend wärmen wir uns vor einem kleineren Feuer wieder auf. Hier traue ich mich auch näher ran! Dabei wird noch ein bisschen Denksport getrieben und Weggemannn gegessen, bis alle müde sind.20171111_193107Und dann fahren wir wieder zurück nach Bochum. Davon gibt es kein Bild, weil alle eingeschlafen sind, bis auf die Fahrerin (hoffe ich). Das war aber auch ein sehr langer, anstrengender Tag für Kinder und Erdmännchen. Aber es waren auch mehr als zwölf Bilder, also kann keiner meckern.

GriSu

Liebe Leser, und heute ganz besonders liebe Tolino-Leser, wie oft sitze ich mit Euch hier an der Info und wir versuchen E-Books aus der Onleihe auf den Tolino zu laden. Und jedes mal überlegen wir von Neuem, wie wir das am Geschicktesten anstellen. Das ist jetzt vorbei! Denn die Stadtbibliothek Erlangen zeigt es uns in […]

über Onleihe-Tipp – Mehrere E-Books auf den Tolino laden — Die Stadtbücherei Erkrath bloggt

Wir bedanken uns herzlich bei der Stadtbibliothek Erlangen, die es gemacht hat, und den Erkrathern, die es gefunden haben. 🙂

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 27. Oktober 2017

Alice’s Adventures in Langendreer

Bald ist es soweit. Halloween steht vor der Tür und dann kommen sie wieder: all die Hexen aus ihren Häusern, Geister aus ihren Gräbern, Mumien aus ihren Pyramiden und Vampire aus ihren Särgen um böse Gespenster zu erschrecken und zu vertreiben. Der Herbst ist die perfekte Zeit, um sich mit einem schönen Buch an einem warmen Plätzchen die Zeit zu verschönern.

1Wie wäre es zum Beispiel mit dem Mädchen in dem blauen Kleid, das durch ein wundersames Kaninchenloch in eine andere Welt rutscht? Dort begegnet sie allerlei wundersamen und fantastischen Dingen.

Alice langweilte sich allmählich. Sie saß am Ufer neben ihrer Schwester und hatte nichts zu tun. Ein- oder zweimal hatte sie in das Buch geschaut, das ihre Schwester las, aber da gab es keine Bilder oder Gespräche, „und was soll ich mit einem Buch“, dachte Alice, „in dem es keine Bilder und keine Gespräche gibt?“

Aber, aber, Alice. Möchtest du es nicht zumindest Mal versuchen? Bei uns in der Bücherei gibt es so viele Bücher, da ist sicherlich doch auch etwas für dich dabei.

Alice wollte es versuchen. Wir schickten eine Einladung per Kaninchenpost ins Wunderland. Aber als sie uns in Langendreer besuchen kam, die Tür aufstieß und mit ihr die kalte Herbstluft herein strömte, sahen wir, dass sich die bekannte Geschichte im Wunderland wohl doch anders ereignete, als wir es in Erinnerung hatten.

Natürlich, Alice hat in ihrer Geschichte mit allerlei Widerständen zu kämpfen. Verrückte Kreaturen, feindliche Spielkarten, selbst mit einer köpfenden Königin muss sie sich herum schlagen.
Aber natürlich geht am Ende der Geschichte alles gut aus. Oder?

Die Herzkönigin wurde vor Wut puterrot im Gesicht und nachdem sie Alice einen Moment lang wie ein wildes Tier angestarrt hatte, schrie sie los: „Kopf ab, Kopf ab!“

Nun, der Kopf war noch dran, aber ihr schien wohl ziemlich übel zugespielt worden zu sein. Vor allem von den Kartenwachen der Königin..

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„Kannst du mir bitte sagen, welchen Weg ich gehen muss?“
„Das kommt weitgehend darauf an, wohin du gehen willst“, antwortet die Katze Bibliothekarin.
„Es ist mir ziemlich egal, wohin..“, sagte Alice.
„Dann ist es auch egal, welchen Weg du gehst“, sagte die Katze Bibliothekarin.

Also führten wir sie erst einmal zu unseren Bücherregalen. Dort stürzte sie sich auch gleich auf die Bücher und stöberte in den Seiten. Passend zur Jahreszeit trumpften wir auch mit den besten Halloweeen- und Schminkbüchern auf. Alice blieb neugierig. Unser Büchereimaskottchen übrigens auch.

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Am Eingang des Gartens der Herzkönigin stand ein großer Rosenstrauch, der weiße Blüten trug. Drei Gärtner waren eifrig damit beschäftigt, sie rot anzumalen. „Könnt ihr mir bitte sagen, warum ihr die Rosen anmalt?“ Die Gärtner waren keine gewöhnlichen Gärtner, sondern Spielkarten. Und Nummer Sieben antwortete: „Also, das ist nämlich so: Hier hätte ein roter Rosenstrauch stehen sollen, und wir haben aus Versehen einen weißen gepflanzt. Wenn die Königin das herausfindet, wird man uns die Köpfe abschlagen..“

Unsere leichte Herbstdekoration schien sie an traumatische Begebenheiten aus dem Wunderland zu erinnern. Sie erzählte uns von Pilzen, durch die man wächst oder schrumpft. Als sie nach roter Farbe fragte, um die weißen Rosen rot anzumalen, konnten wir allerdings ’nur‘ mit ein paar Büchern über Malerei dienen. Alice gab sich unbeeindruckt. Währenddessen waren andere so beeindruckt und erschrocken, dass sie sich sogar hinter Büchern versteckten..

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Sie erzählte allerhand Dinge aus ihren Abenteuern im Wunderland. Viele Geschichten kannten wir natürlich schon. Dies schien sie zu bemerken. Als sie nachfragte, woher wir ihre Geschichten denn schon kennen, erzählten wir ihr davon, wie bekannt diese doch immerhin bei uns waren.

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Wir erklärten ihr mehr über die Bücher, Zeitschriften, DVDs, Blu-Rays, Musik CDs und Hörbücher, die man bei uns ausleihen kann. Alice war begeistert, aber überfordert.

„Wenn ich eine eigene Welt hätte, wäre alles Unsinn. Nichts wäre, was es ist, weil alles wäre, wie es nicht ist. Und umgekehrt ist es auch so: was es ist, würde es nicht sein, und was es nicht sein würde, würde es sein. Verstehst du?“

Unser wundersamer Besuchstag näherte sich dem Ende. Zum Abschluss gab es noch ein Erinnerungsfoto vor unserem allseits beliebten und bekannten Riesenkürbis. Alice fragte den Kürbiskopf, ob er denn auch die rote Königin getroffen hätte, und wo sein Körper geblieben sei. Weder Spinne noch Kürbisgewächs antworteten.

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Und dann war sie auch schon so schnell wieder weg, wie sie gekommen war. Ebenso schnell wie man sich an einem guten Buch fest lesen kann, genau so schnell war sie wieder zurück ins Kaninchenloch gefallen. Und das geht bekanntlich sehr schnell.
Das war es schon?
Alice wird ganz sicher von ihren Abenteuern in der Bücherei erzählen. Und für den Fall, dass das nicht der letzte Wunderland-Besuch war, haben wir natürlich auch etwas für die anderen Bewohner des Wunderlandes im Angebot.  Titel wie „Das Uhren-Taschenbuch“, „Mut zum Hut“, „Das große Buch der Kartenspiele“, „Die Welt des Tees“ und „Von der Raupe zum Schmetterling“ sind nur einige Exemplare unter unseren tausenden von Büchern und Medien.

Somit werden nicht nur wissbegierige Leser bei uns fündig, sondern auch alle potentiellen Interessenten – egal, woher sie auch kommen mögen.

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Faff

 

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 24. Oktober 2017

Book up! Nr. 20 – Fahrrad

Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

Heute: Jane Austen’s „Mansfield Park“ und mein Fahrrad

Es ist eine Jubiläumsfolge. Schon die 20. Bastelidee für alte Bücher wird hier im Blog vorgestellt, und für diese Folge habe ich mir ein besonderes Projekt aufbewahrt. Ich habe das noch nie irgendwo so gesehen, und ich habe die Idee lange mit mir herum getragen, bevor ich mir ein Herz gefasst und es umgesetzt habe. Und es ist eine sehr persönliche Book-up-Folge, denn heute geht es um mein Fahrrad.

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Mein Fahrrad trägt mich so ziemlich überall hin: Zur Arbeit, Schule, Kindergarten, zu Freundinnen, zum Einkaufen, zum Arzt. Alles, was innerhalb einer guten halben Stunde Fahrtzeit geschafft werden kann, wird bei fast jedem Wetter mit dem Fahrrad gefahren.  Warum also nicht meinem Fahrrad etwas Gutes tun und es in ein Gefährt verwandeln, das individuell und nach mir aussieht und aller Welt zeigt, dass es etwas Besonderes ist? Warum also nicht das Fahrrad mit alten Buchseiten bekleben?

Das passende Buch war mit Jane Austen’s „Mansfield Park“ in der englischen Taschenbuchausgabe gefunden. Das ist zwar nicht unbedingt mein Lieblings-Austen-Titel, aber man muss es auch nicht übertreiben. Und Fanny Price lässt sich ja auch jeden Tag geduldig treten, das passt schon.

Ich habe diesmal keine Zwischendurchfotos gemacht, denn von den einzelnen Arbeitsschritten ist nicht viel zu sehen. Das Fahrrad wird zunächst geputzt (ja, ich habe den Tag im Kalender rot angestrichen *hüstel*). Dann werden Buchseitenstücke mit Kleber (im besten Fall wasserfestem) bestrichen und auf das Gestänge geklebt. Das beklebte Fahrrad muss dann trocknen. (Der Teil war schwer. Ich bin natürlich trotzdem mit dem Rad gefahren und prompt in einen Regenschauer geraten. Ist aber gut gegangen.)

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Ist der Kleber durchgetrocknet, wird das Fahrrad lackiert. Nach den Erfahrungen mit dem Bistrotisch habe ich mich für Sprühlack entschieden. Schwierig beim Fahrrad ist nur das Abkleben der Teile, die nicht lackiert werden sollten. Dem Gepäckträger mag es egal sein, aber Kette, Bremsen, Sattel und Griffe möchte man vielleicht auch in Zukunft lieber unlackiert haben. Zum besseren Schutz (das Fahrrad sollte ja wetterfest bleiben) habe ich in fünf Schichten Matt-Klarlack versprüht. Und da Fahrräder normalerweise ein bisschen glänzen, gab es zum Abschluss eine dünne Schicht hochglänzenden Klarlack.

Der Lack muss dann ebenfalls trocknen. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn nach spätestens 15 Minuten kann man wieder gefahrlos zugreifen. Nur Regenfahrten sollte man ein paar Tage lang vermeiden.

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Zum krönenden Abschluss gab es dann noch einen Schriftzug. „Jane Austen“ will ich nicht treten, das schied aus, und „Fanny Price“ gefiel mir irgendwie auch nicht. Aber „Mansfield Park“ auf dem Fahrrad und eine Stoffrosenkette am Fahrradkorb, und damit sieht mein Fahrrad aus wie eine fahrende Werbung für ein englisches Landhaus mit Gartenanlage. Es gibt Tee und Kuchen!

Glück auf! Book up!

GriSu

P.S. Wenn ich schon persönlich werde heute, möchte ich das nicht unterschlagen. Als das mittlere Kind (mK) mein neu gestaltetes Fahrrad das erste Mal sah, entspann sich folgender Dialog:

  • mK: „Mama, warum hast du denn dein Fahrrad mit alten Blättern beklebt?“
  • Hausmeister: „Das habe ich mich auch schon gefragt.“
  • Ich: „Weil’s schön aussieht.“
  • mK: „Ah.“
  • Hausmeister: „Ah.“

Begeisterung geht anders.

Jetzt sind Sie dran! 20 Folgen Book up! Bastelideen von Briefumschlag bis Taschentuchbox! Und jetzt sogar ein Jane-Austen-Fahrrad! Wer ist das nicht begeistert? (Das Publikum bricht in tosenden Applaus aus. GriSu ab.)

 

 

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