Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 12. November 2017

12 von 12 – November 2017

Altes Jahr, etablierte Blogaktion: Wir machen 2017 mit bei 12 von 12!Was das ist? Jeden Monat am 12. sammelt Caro von „Draußen nur Kännchen“ Fotoserien: jeweils 12 Bilder vom Tag, gerne vom Alltag. Mal schauen, ob wir das ganze Jahr durchhalten. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Einblick in den Alltag in der Stadtbücherei Bochum.

Hallo, liebe Erdmännchen- und Büchereifreunde,

der 12. November 2017 ist ein Sonntag. Das ist für Büchereiblogbeiträge immer ein bisschen schwierig, weil die Stadtbücherei nur in der OnleiheRuhr auf hat, aber die Kolleginnen und Kollegen und Büchereimaskottchen gibt es natürlich trotzdem. Und die tun auch was am Sonntag. Zum Beispiel erst mal ganz schnell noch fertigstellen, was die Bastelkollegin (mit Hilfe von Alice aus dem Wunderland!) schon vorbereitet hat, damit ich auch für den Nachmittag gerüstet bin:

Und dann fahren die Bastelkollegin, ihre Kinder, noch mehr Leute und ich mit dem Auto bis fast nach Holland. Auf dem Weg sehen wir plötzlich eine riesig große Milchtüte! Mit einem Panzer auf dem Kopf!! Das Rätsel beschäftigt uns noch, als wir auch schon da sind.

So tolle Büchereien wie in Bochum gibt es fast in Holland nicht, aber dafür wird ein Fest richtig groß gefeiert, das wir in Bochum eher klein feiern (behaupten die Kollegin und ihre Kinder). Dafür brauchen wir auch die Laternen. Ich bin ja mal gespannt.

An einem Sonntag wird natürlich „Sendung mit der Maus“ geguckt. Die Maus kenne ich schon von einem Ausflug nach Köln. Ich frage mich, wie die in den Fernseher passt, sie ist ja doch ganz schön groß.

Und dann wird Mittagsschlaf gemacht, offenbar wird das große Fest sehr anstrengend. Irgendwas stimmt nicht mit dem Schlafsack und dem Bett, das die Kinder für mich vorbereitet haben, aber ich weiß nicht was. Man hat es nicht immer leicht als Maskottchen.

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Danach ist immer noch keine Zeit fürs Laternenfest, stattdessen fahren wir noch ganz bis Holland, wo es im Gartencenter einen Weihnachtsmarkt mit Winterwunderland gibt und Artgenossen von mir.

Danach wird es langsam dunkel, und endlich geht es los! Wir treffen uns mit vielen anderen Familien, alle Kinder haben Laternen und viele Erwachsene ein Instrument oder eine brennende Fackel. Ein Bischof namens Martin reitet vorweg, und dann kommen Trommlerkorps und Musikverein und alle Leute, und neben dem Fackelzug laufen die Feuerwehrleute mit echten Fackeln. Die meisten Familien singen die Lieder mit. Es ist wunderschön, aber ich bin froh, dass ich nicht selber laufen muss. 20171111_174609 (Ich wusste doch, dass mit dem Schlafsack was nicht stimmt!)

Und dann bleibt mir glatt die Spucke weg, und ich bin froh, dass wir auf Abstand bleiben. Ist das heiß! So ein großes Feuer habe ich noch nie gesehen! 20171111_174526

Anschließend laufen alle zum Feuerwehrhaus, und der St. Martin schenkt allen Kindern einen halben Mantel eine Tüte voller Süßigkeiten, die Leckertüte heißt, und einen Stutenkerl, der Weggemann heißt. Das dauert natürlich, und während wir warten, gibt es Glühwein für die Erwachsenen und Kakao für die Kinder. IMG-20171111-WA0025 *nuschel*nuschel*nuschel* (Erdmännchen vertragen offensichtlich keinen Glühwein. Ups!)20171111_184300.jpg Dann geht es wieder nach Hause, und ich kann mich ein bisschen erholen. Zu Hause wird die Beute gesichtet, und ich verstehe endlich, warum der Laternenstab oben einen Haken hat. Die Kinder haben den Sinn des Festes nicht verstanden und wollen ihre Süßigkeiten nicht mit einem notleidenden Erdmännchen teilen, aber ich angle mir trotzdem etwas!DSCF1447Anschließend wärmen wir uns vor einem kleineren Feuer wieder auf. Hier traue ich mich auch näher ran! Dabei wird noch ein bisschen Denksport getrieben und Weggemannn gegessen, bis alle müde sind.20171111_193107Und dann fahren wir wieder zurück nach Bochum. Davon gibt es kein Bild, weil alle eingeschlafen sind, bis auf die Fahrerin (hoffe ich). Das war aber auch ein sehr langer, anstrengender Tag für Kinder und Erdmännchen. Aber es waren auch mehr als zwölf Bilder, also kann keiner meckern.

GriSu

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Liebe Leser, und heute ganz besonders liebe Tolino-Leser, wie oft sitze ich mit Euch hier an der Info und wir versuchen E-Books aus der Onleihe auf den Tolino zu laden. Und jedes mal überlegen wir von Neuem, wie wir das am Geschicktesten anstellen. Das ist jetzt vorbei! Denn die Stadtbibliothek Erlangen zeigt es uns in […]

über Onleihe-Tipp – Mehrere E-Books auf den Tolino laden — Die Stadtbücherei Erkrath bloggt

Wir bedanken uns herzlich bei der Stadtbibliothek Erlangen, die es gemacht hat, und den Erkrathern, die es gefunden haben. 🙂

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 27. Oktober 2017

Alice’s Adventures in Langendreer

Bald ist es soweit. Halloween steht vor der Tür und dann kommen sie wieder: all die Hexen aus ihren Häusern, Geister aus ihren Gräbern, Mumien aus ihren Pyramiden und Vampire aus ihren Särgen um böse Gespenster zu erschrecken und zu vertreiben. Der Herbst ist die perfekte Zeit, um sich mit einem schönen Buch an einem warmen Plätzchen die Zeit zu verschönern.

1Wie wäre es zum Beispiel mit dem Mädchen in dem blauen Kleid, das durch ein wundersames Kaninchenloch in eine andere Welt rutscht? Dort begegnet sie allerlei wundersamen und fantastischen Dingen.

Alice langweilte sich allmählich. Sie saß am Ufer neben ihrer Schwester und hatte nichts zu tun. Ein- oder zweimal hatte sie in das Buch geschaut, das ihre Schwester las, aber da gab es keine Bilder oder Gespräche, „und was soll ich mit einem Buch“, dachte Alice, „in dem es keine Bilder und keine Gespräche gibt?“

Aber, aber, Alice. Möchtest du es nicht zumindest Mal versuchen? Bei uns in der Bücherei gibt es so viele Bücher, da ist sicherlich doch auch etwas für dich dabei.

Alice wollte es versuchen. Wir schickten eine Einladung per Kaninchenpost ins Wunderland. Aber als sie uns in Langendreer besuchen kam, die Tür aufstieß und mit ihr die kalte Herbstluft herein strömte, sahen wir, dass sich die bekannte Geschichte im Wunderland wohl doch anders ereignete, als wir es in Erinnerung hatten.

Natürlich, Alice hat in ihrer Geschichte mit allerlei Widerständen zu kämpfen. Verrückte Kreaturen, feindliche Spielkarten, selbst mit einer köpfenden Königin muss sie sich herum schlagen.
Aber natürlich geht am Ende der Geschichte alles gut aus. Oder?

Die Herzkönigin wurde vor Wut puterrot im Gesicht und nachdem sie Alice einen Moment lang wie ein wildes Tier angestarrt hatte, schrie sie los: „Kopf ab, Kopf ab!“

Nun, der Kopf war noch dran, aber ihr schien wohl ziemlich übel zugespielt worden zu sein. Vor allem von den Kartenwachen der Königin..

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„Kannst du mir bitte sagen, welchen Weg ich gehen muss?“
„Das kommt weitgehend darauf an, wohin du gehen willst“, antwortet die Katze Bibliothekarin.
„Es ist mir ziemlich egal, wohin..“, sagte Alice.
„Dann ist es auch egal, welchen Weg du gehst“, sagte die Katze Bibliothekarin.

Also führten wir sie erst einmal zu unseren Bücherregalen. Dort stürzte sie sich auch gleich auf die Bücher und stöberte in den Seiten. Passend zur Jahreszeit trumpften wir auch mit den besten Halloweeen- und Schminkbüchern auf. Alice blieb neugierig. Unser Büchereimaskottchen übrigens auch.

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Am Eingang des Gartens der Herzkönigin stand ein großer Rosenstrauch, der weiße Blüten trug. Drei Gärtner waren eifrig damit beschäftigt, sie rot anzumalen. „Könnt ihr mir bitte sagen, warum ihr die Rosen anmalt?“ Die Gärtner waren keine gewöhnlichen Gärtner, sondern Spielkarten. Und Nummer Sieben antwortete: „Also, das ist nämlich so: Hier hätte ein roter Rosenstrauch stehen sollen, und wir haben aus Versehen einen weißen gepflanzt. Wenn die Königin das herausfindet, wird man uns die Köpfe abschlagen..“

Unsere leichte Herbstdekoration schien sie an traumatische Begebenheiten aus dem Wunderland zu erinnern. Sie erzählte uns von Pilzen, durch die man wächst oder schrumpft. Als sie nach roter Farbe fragte, um die weißen Rosen rot anzumalen, konnten wir allerdings ’nur‘ mit ein paar Büchern über Malerei dienen. Alice gab sich unbeeindruckt. Währenddessen waren andere so beeindruckt und erschrocken, dass sie sich sogar hinter Büchern versteckten..

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Sie erzählte allerhand Dinge aus ihren Abenteuern im Wunderland. Viele Geschichten kannten wir natürlich schon. Dies schien sie zu bemerken. Als sie nachfragte, woher wir ihre Geschichten denn schon kennen, erzählten wir ihr davon, wie bekannt diese doch immerhin bei uns waren.

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Wir erklärten ihr mehr über die Bücher, Zeitschriften, DVDs, Blu-Rays, Musik CDs und Hörbücher, die man bei uns ausleihen kann. Alice war begeistert, aber überfordert.

„Wenn ich eine eigene Welt hätte, wäre alles Unsinn. Nichts wäre, was es ist, weil alles wäre, wie es nicht ist. Und umgekehrt ist es auch so: was es ist, würde es nicht sein, und was es nicht sein würde, würde es sein. Verstehst du?“

Unser wundersamer Besuchstag näherte sich dem Ende. Zum Abschluss gab es noch ein Erinnerungsfoto vor unserem allseits beliebten und bekannten Riesenkürbis. Alice fragte den Kürbiskopf, ob er denn auch die rote Königin getroffen hätte, und wo sein Körper geblieben sei. Weder Spinne noch Kürbisgewächs antworteten.

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Und dann war sie auch schon so schnell wieder weg, wie sie gekommen war. Ebenso schnell wie man sich an einem guten Buch fest lesen kann, genau so schnell war sie wieder zurück ins Kaninchenloch gefallen. Und das geht bekanntlich sehr schnell.
Das war es schon?
Alice wird ganz sicher von ihren Abenteuern in der Bücherei erzählen. Und für den Fall, dass das nicht der letzte Wunderland-Besuch war, haben wir natürlich auch etwas für die anderen Bewohner des Wunderlandes im Angebot.  Titel wie „Das Uhren-Taschenbuch“, „Mut zum Hut“, „Das große Buch der Kartenspiele“, „Die Welt des Tees“ und „Von der Raupe zum Schmetterling“ sind nur einige Exemplare unter unseren tausenden von Büchern und Medien.

Somit werden nicht nur wissbegierige Leser bei uns fündig, sondern auch alle potentiellen Interessenten – egal, woher sie auch kommen mögen.

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Faff

 

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 24. Oktober 2017

Book up! Nr. 20 – Fahrrad

Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

Heute: Jane Austen’s „Mansfield Park“ und mein Fahrrad

Es ist eine Jubiläumsfolge. Schon die 20. Bastelidee für alte Bücher wird hier im Blog vorgestellt, und für diese Folge habe ich mir ein besonderes Projekt aufbewahrt. Ich habe das noch nie irgendwo so gesehen, und ich habe die Idee lange mit mir herum getragen, bevor ich mir ein Herz gefasst und es umgesetzt habe. Und es ist eine sehr persönliche Book-up-Folge, denn heute geht es um mein Fahrrad.

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Mein Fahrrad trägt mich so ziemlich überall hin: Zur Arbeit, Schule, Kindergarten, zu Freundinnen, zum Einkaufen, zum Arzt. Alles, was innerhalb einer guten halben Stunde Fahrtzeit geschafft werden kann, wird bei fast jedem Wetter mit dem Fahrrad gefahren.  Warum also nicht meinem Fahrrad etwas Gutes tun und es in ein Gefährt verwandeln, das individuell und nach mir aussieht und aller Welt zeigt, dass es etwas Besonderes ist? Warum also nicht das Fahrrad mit alten Buchseiten bekleben?

Das passende Buch war mit Jane Austen’s „Mansfield Park“ in der englischen Taschenbuchausgabe gefunden. Das ist zwar nicht unbedingt mein Lieblings-Austen-Titel, aber man muss es auch nicht übertreiben. Und Fanny Price lässt sich ja auch jeden Tag geduldig treten, das passt schon.

Ich habe diesmal keine Zwischendurchfotos gemacht, denn von den einzelnen Arbeitsschritten ist nicht viel zu sehen. Das Fahrrad wird zunächst geputzt (ja, ich habe den Tag im Kalender rot angestrichen *hüstel*). Dann werden Buchseitenstücke mit Kleber (im besten Fall wasserfestem) bestrichen und auf das Gestänge geklebt. Das beklebte Fahrrad muss dann trocknen. (Der Teil war schwer. Ich bin natürlich trotzdem mit dem Rad gefahren und prompt in einen Regenschauer geraten. Ist aber gut gegangen.)

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Ist der Kleber durchgetrocknet, wird das Fahrrad lackiert. Nach den Erfahrungen mit dem Bistrotisch habe ich mich für Sprühlack entschieden. Schwierig beim Fahrrad ist nur das Abkleben der Teile, die nicht lackiert werden sollten. Dem Gepäckträger mag es egal sein, aber Kette, Bremsen, Sattel und Griffe möchte man vielleicht auch in Zukunft lieber unlackiert haben. Zum besseren Schutz (das Fahrrad sollte ja wetterfest bleiben) habe ich in fünf Schichten Matt-Klarlack versprüht. Und da Fahrräder normalerweise ein bisschen glänzen, gab es zum Abschluss eine dünne Schicht hochglänzenden Klarlack.

Der Lack muss dann ebenfalls trocknen. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn nach spätestens 15 Minuten kann man wieder gefahrlos zugreifen. Nur Regenfahrten sollte man ein paar Tage lang vermeiden.

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Zum krönenden Abschluss gab es dann noch einen Schriftzug. „Jane Austen“ will ich nicht treten, das schied aus, und „Fanny Price“ gefiel mir irgendwie auch nicht. Aber „Mansfield Park“ auf dem Fahrrad und eine Stoffrosenkette am Fahrradkorb, und damit sieht mein Fahrrad aus wie eine fahrende Werbung für ein englisches Landhaus mit Gartenanlage. Es gibt Tee und Kuchen!

Glück auf! Book up!

GriSu

P.S. Wenn ich schon persönlich werde heute, möchte ich das nicht unterschlagen. Als das mittlere Kind (mK) mein neu gestaltetes Fahrrad das erste Mal sah, entspann sich folgender Dialog:

  • mK: „Mama, warum hast du denn dein Fahrrad mit alten Blättern beklebt?“
  • Hausmeister: „Das habe ich mich auch schon gefragt.“
  • Ich: „Weil’s schön aussieht.“
  • mK: „Ah.“
  • Hausmeister: „Ah.“

Begeisterung geht anders.

Jetzt sind Sie dran! 20 Folgen Book up! Bastelideen von Briefumschlag bis Taschentuchbox! Und jetzt sogar ein Jane-Austen-Fahrrad! Wer ist das nicht begeistert? (Das Publikum bricht in tosenden Applaus aus. GriSu ab.)

 

 

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 13. Oktober 2017

Spielerei: Ice Cool – Kinderspiel des Jahres 2017

für 2-4 Spieler
ab 6 Jahren
Dauer: ca. 30 Min
Verlag: Amigo

Willkommen in der ziemlich coolen Schule der Pinguine! Zumindest was die Temperatur angeht. Die Pinguinkinder haben keine Lust auf Unterricht und wollen lieber noch ein paar Fische fangen. Doch dabei dürfen sie sich nicht vom Hausmeister erwischen lassen!

Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler einen Schülerausweis in seiner Farbe und eine Charakterkarte, die vor sich abgelegt werden. Dann wird ein Spieler zum Hausmeister/Fänger ernannt. Die entsprechende Spielfigur wird in die Mitte der Küche gestellt. Über den Türen werden die Fische in den Farben der Läufer, also der anderen Spieler, angebracht. Dann beginnt einer der Läufer und stellt seine Figur auf die Kreismarkierung im Klassenraum und schnippt den Pinguin durch die Tür.

Hängt über der Tür ein Fisch der eigenen Farbe und man hat den Pinguin komplett durch die Tür geschnippt, erhält man den Fisch und zieht sich eine Karte vom Stapel. Diese Karten sind bis drei Punkte wert und werden am Ende der Runde gezählt. Hat man zwei Karten mit dem Wert 1 auf der Hand, kann man sie ausspielen, um direkt nach seinem regulären Zug einen erneuten durchzuführen. Nach dem Sonderzug bleiben die eingesetzten Karten offen liegen. Sie zählen bei der Punktewertung regulär mit.

Kollidiert der Fänger während seines Zuges mit einem der anderen Pinguine, erhält er deren Schülerausweise. Hat der Fänger alle Ausweise der Läufer eingesammelt endet die Runde. Die Runde endet auch, wenn ein Spieler alle seine Fische eingesammelt hat.

Ist eine Runde beendet zieht sich jeder Spieler, der mindestens einen Ausweis vor sich liegen hat, dafür eine Karte. Der Fänger erhält für den eigenen und die gefangenen Ausweise je eine Karte, die Läufer nur für den eigenen Ausweis, also dann, wenn sie in der Runde nicht gefangen wurden.

Nach der Auswertung wird der nächste Spieler der Fänger, die entsprechenden Fische werden wieder über den Türen verteilt und jeder erhält seinen Ausweis zurück. Dann startet die Runde wieder mit einem Läufer.

Das Spiel endet, wenn jeder einmal Fänger war. Dann werden alle Kartenwert zusammengerechnet. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Das sagt die Jury des “Spiel des Jahres”:

Ist die Arena erst einmal aufgebaut, können Spielkinder jedes Alters gar nicht anders, als sofort die Pinguine über das Eis schlittern zu lassen. Die Lernkurve ist groß – mit Übung sind erstaunliche Tricks möglich. Hier stimmt alles: Brian Gomez verbindet eine originelle Spielgeschichte, eindrucksvolle Ausstattung, detailverliebte Illustration und fordernden Ablauf zu einem idealtypischen Geschicklichkeitsspiel.

Wer also nun selber die Pinguine übers Eis schocken will, hier findet hier den Link zum Katalog.

BeBi

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 12. Oktober 2017

12 von 12 – Oktober 2017

Wir beteiligen uns 2017 an der Fotoaktion „12 von 12“!

Was das ist? Jeden Monat am 12. sammelt Caro von „Draußen nur Kännchen“ Fotoserien: jeweils 12 Bilder vom Tag, gerne vom Alltag. Mal schauen, ob wir das ganze Jahr durchhalten. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Einblick in den Alltag in der Stadtbücherei Bochum.

12. Oktober 2017

Heute gibt es zwölf Bildchen vom Tagesgeschehen in der Zentralbücherei, diesmal exklusiv aus der Abteilung Technische Buchbearbeitung.

1. Rahmenhandlung jedes Berufstags: Buslektüre

2. Nomen est omen. Allmorgendliche Begrüßung durchs Graffito im Treppenhaus V, BVZ.

3. Erst einmal checken, was sich seit gestrigem Feierabend auf Facebook so getan hat, und den nächsten Beitrag vorbereiten.

4. Beim Einstellen vor Öffnung der Bücherei – Kontrolle der beliebten Buchverstecke auf dem obersten Regalboden, balancierend auf einem Elefantenfuß – heute aber nix zu finden.

5. Blick ins Körbchen, was sich an defekten AV-Medien angesammelt hat. Gelungener Kalauer von Frau Kuttner an dieser Stelle.

6. Defekt? Von wegen! Nach Entfernung der Spuren erkennungsdienstlicher Maßnahmen sollte der Film auch wieder laufen!

7. Hier die Aussicht auf unser Naherholungsfleckchen hinter der Zentralbücherei. Gerade ausreichend fürs Beinevertreten in der Mittagspause.

8. Dienst in der Rücksortieranlage, besser bekannt als „Die Kammer“ – gerade rauscht eine weitere Rückgabe heran, um vom entsprechenden Container mit gefedertem Korkmattenboden empfangen zu werden.

9. Ponyfee in der Papier-Guillotine: Erstellen eines Ersatzcovers für eine CD aus der Kinderbücherei.

10. Und gleich die nächste Operation, diesmal bei der Einarbeitung neuer Bücher: Kapitalband-Resektion bei Houellebecq.

11. Noch ein Highlight kurz vor Feierabend: Neue Mucke! Eine CD-Auswahl zum Kopfschütteln … \m/

12. Der Kreis schließt sich. Buslektüre II, ab nach Hause!

 

Recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit, man sieht sich in der Zentrale!

FS

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 6. Oktober 2017

1 von 6

Hallo, liebe Erdmännchen- und Büchereifreunde,

eben habe ich meinen nächsten 12-von12-Auftrag bekommen. Der findet zwar erst im November statt, braucht aber etwas Vorbereitung. Ausgerechnet die Kollegin, die immer alte Bücher verbastelt, hat es mir gesagt – und bevor sie jetzt loslegt, recherchiere ich doch lieber selber. Erdmann Laterne In der Bücherei basteln sie doch auch Bücherigel, ob das vielleicht eine passende Laterne wäre?

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 26. September 2017

Book up! Nr. 19 – Sideboard

Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

Heute: „Prinz Eisenherz“ rettet ein Sideboard

Eine alte Kommode vom Spitzboden der angeheirateten Tante ist das aktuelle Book-up-Opfer des Monats. Das Sideboard war deutlich in die Jahre gekommen, angestoßen und in einem momentan eher weniger angesagten Braunton. Schöne Form, unschöne Ausführung. (Und nur ganz leicht überbelichtetes Bild.)

Traditionell werden solche Möbel von mir nach dem Abschleifen erst mal weiß gestrichen, so auch in diesem Fall. Aber man macht nicht anderthalb Jahre Book-up-Projekte, ohne sich bei jedem anderen Heimwerkerstück zu fragen, wie das denn wohl mit alten Buchseiten aussähe. Und just in diesem Moment bekam die Stadtbücherei ein paar alte Ausgaben „Prinz Eisenherz“ geschenkt, ebenfalls in angestoßenem und in die Jahre gekommenen Zustand, was das Book-up-Herz gleich höher schlagen ließ. Das gesamte Sideboard zu bekleben wäre allerdings doch zu unruhig geworden, daher bekamen nur Türen und Oberseite eine Verschönerung mit Papier. Der restliche Korpus wurde zum Ausgleich noch zwei weitere Male weiß lackiert, bis die Farbe wirklich deckend war.

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Mit Sprühlack mehrfach eingenebelt sollten die Eisenherz-Oberflächen schmutzabweisend genug sein. Sicherheitshalber gab es zum Schluss trotzdem noch eine Schicht Tapetenschutz (aka Elefantenhaut), und so durfte das Prinz-Eisenherz-Sideboard bei uns einziehen.

(Anklicken zum Vergrößern!) Tatsächlich ist es Zufall, dass die Blätter türenübergreifend bündige Kanten bilden. Kein Zufall ist es dagegen, dass die Illustrationen klassische Ritterbilder zeigen und nicht die blutigen Schlägereien, in die sich der Prinz gerne verwickeln lässt, während er Krokodile jagt. Auf diese Weise braucht man dann tatsächlich fast einen ganzen Band von Prinz Eisenherz‘ Abenteuern für ein einzelnes Sideboard.

Glück auf! Book up!

GriSu

 

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 14. September 2017

Spielerei: Kingdomino – Spiel des Jahres 2017

für 2-4 Spieler
ab 8 Jahren
Dauer: ca. 30 Min
Verlag: Pegasus Spiele

Dieses Spiel verbindet das klassische Dominoanlegeprinzip mit dem Aufbau eines besonders wertvollen Königreichs. Ziel ist es möglichst große, miteinander verbundene Landschaftsgebiete zu bekommen.

Zu Beginn des Spiels bekommt jeder Mitspieler eine Königsfigur und ein quadratisches Startländerplättchen. Die rechteckigen, zweigeteilten Ländereienplättchen kommen in den Stoffbeutel.

Nun werden, je nach Spieleranzahl drei oder vier Ländereineplättchen gezogen und aufsteigend nach den Zahlen auf der Rückseite sortiert und anschließend aufgedeckt.

Jeder Spieler sucht sich nun eines der Ländereinplättchen aus, in dem sie ihre Figuren auf das gewünschte Feld legen. Die Reihenfolge im ersten Zug wird zufällig bestimmt.

Stehen alle Spielfiguren auf einem eigenen Plättchen, werden Neue nachgezogen und wieder auf aufsteigend ausgelegt, direkt neben die bereits aufgedeckten Plättchen, und auch aufgedeckt.

Der Spieler, dessen Spielfigur auf dem linken obersten Plättchen steht, ist als erstes dran. Er nimmt seine Spielfigur vom Plättchen und stellt sie auf eines der Neuen. Danach verbaut er das Plättchen in seinem Königreich.

Wer also seine Figur auf dem oberste Plättchen mit der kleinsten Nummer stehen hat, darf als erstes eine neue Landschaft für den nächsten Spielzug aussuchen.

Beim Anlegen der Landschaften sind folgende Regeln zu beachten:

  • Jedes Königreich besteht aus maximal 5×5-Feldern.
  • Es darf immer nur direkt an ein liegendes Plättchen angelegt werden
  • Es muss immer ein Landschaftsfeld an eine gleiche Landschaft angrenzen. Das Startfeld besteht aus einer neutralen Landschaft.
  • Kann man nicht legen, muss man sein Landschaftsplättchen aus dem Spiel nehmen.

Das Spiel endet wenn alle Plättchen verbraucht sind, also nach 12 Runden bei drei oder vier Spielern, bei zwei Spielern nach sechs.

Nun werden die Landschaften der Königreiche bewertet. Punkte gibt es für verbundene Landschaften. Landschaften sind verbunden, wenn sie senkrecht oder waagerecht aneinander stoßen. Punkte gibt es für Gebiete die Kronen enthalten. Die Anzahl der Kronen wird mit der Anzahl der Felder der verbundenen Landschaft mal genommen. Mehrere Gebiete gleicher Landschaften werden einzeln gewertet.

Beispiel für Punktewertung:

Blau erhält für Wald: 1 Feld x 1 Krone oben links und 2 Kronen x 5 Felder unten rechts –> 11 Punkte
für Wasser: je 1 Krone x 1 Feld –> 3 Punkte
für Weide: 3 Kronen x 2 Felder oben Mitte, die andere Weide zählt, da kronenlos, nicht.–>6 Punkte
für Stein und Getreide keine Punkte, da die Gebiete keine Kronen enthalten.
Blau hat also 20 Punkte

Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Das sagt die Jury des “Spiel des Jahres”:

Dank des variablen Spielplans und der hohen Zahl verschiedener Siegbedingungen gleicht kein Königreich dem anderen. Diese unterschiedlichen Ausgangslagen und eine Glückskomponente stellen die Spieler stets vor neue strategische Herausforderungen. Der einfache Einsetzmechanismus zeigt zwar nicht sofort seine Klasse, doch schon nach wenigen Partien entfaltet er seinen ganzen Reiz.

Neben der Grundregel gibt es auch noch Vorschläge für Varianten.

Lust bekommen ein eigenes Königreich zu errichten? Dann geht’s hier zum Katalog.

BeBi

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 8. September 2017

Herbstzeit – Lesezeit

„Ein Fisch wird kommen – kleine Fischkunde mit Gedichten“ von Arezu Weitholz

„VFL BOCHUMFISCH – VfL Bochumfische steigen gerne auf und wieder ab. Man erkennt sie am bekümmerten Gesichtsausdruck. Sie rechnen stets mit dem Schlimmsten.“ Ob die Autorin damit wohl recht behält? Der bekümmerte Gesichtsausdruck wäre beim Aufstieg sicher verschwunden. Und auch wer dieses kleine Buch liest, bekommt automatisch gute Laune. Arezu Weitholz, 1968 geboren, bezeichnet sich im Nachwort als „die Mutter der ichthyologischen Poetik“ in Deutschland. Von A (Aal Capone) bis Z (Zwiebelfisch) lernt man Wesen kennen, von denen viele erstmalig beschrieben werden.

Auf das besprochene Buch von 2013 folgte 2017 „Der Fisch ist ein Gedicht“, dieser enthält alte und neue Gedichte. Besser als im Vorwort von 2013 kann ich es nicht sagen:

Quelle: Pixabay

„Gehen Ihnen Fische auf den Geist,

hätten Sie sie längst verspeist.

Gingen sie auf Ihre Nerven,

würden Sie mit welchen werfen.

Legen Sie hingegen Wert auf diese Wesen

Bleiben Sie zugegen –

und fangen an zu lesen.“

Susanne Weber

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