Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 25. Juli 2017

Book up – Nr. 17 Geschenktütchen

Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

Heute: „Margeret Mitchell: Vom Winde verweht“ wird zu Geschenktütchen (Spoileralarm Adventskalender)

imageEin zweites Mal geht es dem Filmklassiker in Buchform schon an den Kragen, diesmal gründlich und fast endgültig – die Buchhülle bleibt weiterhin erhalten und wartet auf ihren Einsatz im Book-up. Heute aber beweist das Buch erst einmal, dass es sehr vielseitig ist und nicht nur zur Türdekoration taugt, sondern auch praktisch ist (was man von Scarlet O’Hara jetzt nicht behaupten kann … aber das ist ein anderes Thema.).

Zum ersten Mal auf die Idee gebracht worden bin ich von einer anonymen Kollegin, die in der büchereiinternen „Ideensammlung Web 2.0“ den Vorschlag machte, passend zur Weihnachtszeit Geschenktütchen aus alten Büchern zu basteln. Es gab einen Link zu einem Blog, den ich aber leider nicht mehr finden kann, daher kann die ursprüngliche Quelle nicht mehr ausgemacht werden. Schade. Stattdessen habe ich via Pinterest Dutzende Ideen und Anleitungen gefunden und mich schließlich für eine sehr anschauliche Grafik entschieden, die mich zum Internetauftritt eines bekannten Discounters führte. Und so sieht’s aus:

Vor dem eigentlichen Basteln müssen die Buchseiten natürlich erst einmal voneinander getrennt werden, und da man jeweils zwei zusammenhängende Seiten braucht, sollte man mehr einfüllen wollen als ein Paar Ohrringe (oder Hochzeitsmandeln etc.), muss das Buch möglichst vorsichtig in seine Bestandteile zerlegt werden.

dscf1117Dabei ist es extrem hilfreich, wenn das zu verbastelnde Buch über eine Fadenheftung verfügt, d.h. zusammengenäht ist. Dann kann man nämlich einmal nicht aus, sondern mit seinem Nähkästchen plaudern und es hoffentlich überreden, einen Nahttrenner herauszugeben. (Mein Nähkästchen müsste eigentlich mindestens vier Nahttrenner beherbergen, gibt aber höchst ungern auch nur die Existenz eines einzigen zu. Irgendwo in unserer Wohnung gibt es eine Höhle, wo verlorene Haushaltsgegenstände zusammen mit Einzelsocken eine fröhliche Party feiern. Ganz bestimmt!)

Die Buchhülle (mehr oder weniger) vorsichtig ablösen und mittels Nahttrenner die Fadenheftung wirklich vorsichtig lösen, und schon ist Bastelschritt 1 erledigt. Das Ergebnis sind jede Menge mittig gefalteter Blätter. An einer Seite wird dann ein ca. 1 cm breiter Streifen abgeschnitten, um eine Klebekante zu erhalten, und ab da kann (endlich?) nach Anleitung gebastelt werden.dscf1119

Das Ergebnis sind – vorgegeben durch die Größe der Buchseiten – hübsche cremefarbene Geschenktütchen, die sich wunderbar bündeln lassen zu Päckchen mit jeweils 24 Tütchen. Viel passt allerdings nicht rein, wie man am lebensgroßen Stoffapfel im Hintergrund erkennen kann. Für größere Geschenke bräuchte es ein größeres Buch. 😉dscf1120

Mit hübschen Aufklebern (durchnummeriert von 1 bis 24), bunten Wäscheklammern etc. lässt sich auch noch Farbe ins Spiel bringen, gut vorstellbar ist auch die Aufhübschung der Wäscheklammer (oder Büroklammer) mit (Buch-)Blümchen, Feder o.ä. Der nächste Adventskalender ist damit schon perfekt vorbereitet – und das mitten im Sommer!

Glück auf! Book up!

GriSu

Hallo meine lieben Fans!

Willkommen zum vierten Teil meines Reiseberichts. Schön, dass ihr alle wieder da seid.

Von Singapur aus fuhren wir über die Straße von Malakka zu unserem nächsten Zielort. „Straße“ , fragte ich mich, „wo soll denn hier eine Straße sein?“ Um das Schiff herum gab es doch nur Wasser? Aber zum Glück hatte ich eine bezaubernde Jeannie dabei, die mir das erklären konnte. Die Straße von Mallakka ist eine Meeresenge zwischen Malaysia und Sumatra und es handelt sich dabei nicht um eine Straße, auf der Autos fahren können, sondern um eine Seestraße.

Wir brauchten einen ganzen Tag, um die Insel Penang im gleichnamigen Bundestaat an der Westküste der Malaiischen Halbinsel zu erreichen. Dort gingen wir in Georgtown an Land, stiegen mal wieder in einen Bus, fuhren über die 13,5 km lange Penang Brücke und dann noch ein ganze Stück weiter übers Festland bis nach Semanggol, im Bundesstaat Perak. Hier gab es eine ganz spezielle Insel, auf der eine Gruppe Orang-Utans wohnte.

 

 

 

 

Alle Besucher der Affeninsel bekamen ein gelbes Armband umgebunden. Leider gab es keins in Erdmännchengröße, deshalb musste ich meins um den Hals tragen. Das fand ich ziemlich unbequem. Vor allem bei der Wärme. Jeannie hatte schließlich ein Einsehen und nahm mir mein „Armband“ wieder ab. Sie meinte, sicherlich würde diese Armbandpflicht nur für menschliche Gäste gelten und Erdmännchen wären da sicherlich von ausgeschlossen. *Puh* Glück gehabt.

Mit diesem Schiff sollten es dann zur Orang-Utan-Insel rüber gehen. Sehr vertrauenerweckend sah der Kahn allerdings nicht aus. Aber ich bin in der Vergangenheit schon mit viel schlimmer aussehenden Booten gefahren. Mittlerweile schreckt mich da so schnell nichts mehr. Deshalb stieg ich mutig ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

Etwa zehn bis fünfzehn Minuten brauchten wir für die Überfahrt. Oder waren es doch zwanzig Minuten? Hmmm … irgendwie ging die Zeit recht schnell um. Der Fahrtwind kühlte mich etwas ab und die Aussicht war auch recht nett. Dschungel, Urwald und Mangrovenwälder.

 

 

 

 

Irgendwann, nach 10, 15 oder 20 Minuten, kam unser Ziel in Sicht. Dort war der Anlegesteg für unser Boot.

Im Jahr 2000 wurde diese Orang-Utan-Insel mit einer Affenfamilie besiedelt. Sie sollte zum Schutz und der Erhaltung der Orang-Utans, die mittlerweile vom Aussterben bedroht sind, dienen. Vor noch etwa einer Million Jahren lebten Orang-Utans fast überall in Südostasien. Doch heute kommen sie nur noch auf den Inseln Borneo und Sumatra vor.

Hier auf der Insel laufen die Besucher während ihres Aufenthalts durch einen Gittertunnel. Die Affen leben frei auf der Insel. Somit ist der Gast derjenige, der sich im Käfig befindet und nicht die Orang-Utans.

 

 

 

 

Es gibt zwei verschiedene Orang-Utan Arten. Die Borneo Orang-Utans, wozu die Gruppe gehört, die auf diese Insel lebt, und die Sumatra Orang-Utans. Beide Arten unterscheiden sich dadurch, das die Borneo Orang-Utans etwas stämmiger gebaut sind und ein längeres Fell, das dunkler und bräunlicher gefärbt ist, besitzen.

Habt ihr gewusst, das der Name Orang-Utan sogar aus dem malaiischen stammt und so viel wie Waldmensch bedeutet?

Direkt am Eingang sahen wir ein paar Teenager, wie sie rumtobten und faulenzten.

 

 

 

 

Jetzt sind sie noch klein und niedlich, doch wenn sie erwachsen sind können sie bis zu 1,50 m groß werden. Die Jungs sind dabei viel größer und schwerer als die Mädels.

Orang-Utans sind überwiegend Vegetarier. Nur selten steht auch mal Fleisch auf ihrem Speiseplan. Was ich gar nicht verstehen kann. Nichts geht über ein paar leckere Maden im Speckmantel. Nun ja, jedem das seine.

 

 

 

 

Normalerweise leben diese Affen überwiegend in den Bäumen. Wahrscheinlich, weil sie mich gesehen haben, sind sie von dort oben herunter geklettert, denn ein Erdmännchen hatte sie mit Sicherheit noch nie besucht.

Wir spazierten noch eine Weile über die Insel. Es war sehr interessant und informativ. Nach etwa einer Stunde ging es dann wieder zurück zum Festland und danach mit dem Bus zu unserem Schiff.

Am Abend legte unser Schiff ab und fuhr die Straße von Malakka wieder ein kleines Stück zurück. Am nächsten Morgen legten wir ein weiteres Mal in Malaysia an, diesmal im Hafen von Port Klang. Das liegt etwa 50 km von Kuala Lumpur entfernt.

Vom Schiff aus sah man die lange, überdachte Brücke, die von unserem Anlegesteg zum Verwaltungsgebäude für Kreuzfahrtschiffe führte. Heute sollte es nach Kuala Lumpur gehen.

Kuala Lumpur ist die Hauptstadt von Malaysia und mit zwei Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes.

 

 

 

 

Wie schon in den letzten Tagen fuhren wir mit dem Bus. Es herrschte dichter Verkehr und hin und wieder mussten wir eine Mautstelle passieren. Wir brauchten fast zwei Stunden bis wir die  Hauptstadt erreichten.

Etwas außerhalb von Kuala Lumpur besuchten wir als erstes die Batu Höhlen. Hier herrschte ein reges Treiben von Touristen, Einheimischen und Gläubigen. Um zu der Höhle zu gelangen, in der sich ein Hindutempel befindet, musste man 272 Treppenstufen hochklettern. So viele Stufen waren mir natürlich viel zu viel, deshalb beschloss ich, nicht dort hinauf zu kraxeln. Auch deshalb nicht, weil wir eine halbe Stunde Zeit hatten uns alles anzuschauen. Aber auch drumherum gab es jede Menge spannende Dinge zu entdecken.

Am Fuße der Treppe stand eine riesige Goldfarbende Gestalt. Dabei handelte es sich um die hinduistische Gottheit Murugan. Ich hielt gebührenden Abstand zu ihm, denn dieser Riese war mir überhaupt nicht geheuer. Nicht auszudenken, wenn er aus Versehen auf mich getreten wäre.

 

 

 

 

Auf dem Dach vom Souvenirladen tummelten sich Makaken. Eine Affenart, die zur Familie der Meerkatzenverwandten gehört. Die Kerlchen ließen die Menschenmassen um sie herum völlig kalt. Und das bei 30 Grad im Schatten. Doch im Gegensatz zu mir waren sie Wärme um einiges besser gewohnt.

Unweit von Murugan stand noch ein zweiter Riese, der hier auf die Besucher herab blickte. Der Affengott Hanuman.

Schließlich ging es dann weiter Richtung Zentrum von Kuala Lumpur.

Bei den Petronas Towers machten wir einen Fotostopp. Sie sind 452 Meter hoch und besitzen 88 Stockwerke. Sie sind ein internationales Wahrzeichen für Malaysia. Bis 2004  galten sie als die höchsten Gebäude der Welt. Die Verbindungsbrücke befindet sich im 41. Stock bzw. in 172  Metern Höhe.

 

 

 

Unweit von den Petrona Towers stand ein weiteres hohes Gebäude. Der Kuala Lumpur Tower oder der auch kurz KL-Tower genannt wird, ist mit 421 Metern der höchste Fernsehturm von Malaysias und der siebthöchste auf der Welt.

 

 

 

 

Mit einem der vier Schnellaufzüge, gelangt man ratzfatz zur Aussichtsplattform, in 276 Meter Höhe. Alternativ hätten wir auch die 2058 Stufen hochgehen können, … oder auch nicht. Ich frage mich ernsthaft, ob das wirklich mal jemand in Erwägung gezogen hat – möglicherweise Leute mit Aufzugphobien.

Von ganz oben hatte ich einen tollen Ausblick über die ganze Stadt. Unter anderem auch auf die Petrona Towers.

Wir wanderten auf der Aussichtsplattform einmal rund herum und dann ging es auch schon wieder, in Null Komma Nichts, mit den Schnellaufzügen nach unten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als wir den KL-Towers verließen, entdeckte ich wieder einmal etwas sehr kurioses. Dort stand ein Haus auf seinem Dach. Ich fragte mich, ob die Leute die dort wohnten wohl auch auf dem Kopf stehen würden. Doch leider fehlte mir (mal wieder) die Zeit um dies zu überprüfen. Denn wir mussten langsam weiter. Unser Schiff wartete schon auf uns.

Das war ein anstrengender, aber auch sehr schöner Tag. Als nächstes sollte es nach Vietnam gehen.

Doch davon erzähle ich euch nächstes Mal.

Alles Liebe

Euer Herr Erdmann

J.K.

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 13. Juli 2017

Spielerei: Kartenspiele

Die Reise- und die „Draußen-unterwegs-sein“-Zeit ist da. Da unterwegs große Spiele keine Chance haben, stelle ich heute ein paar Kartenspiele vor.

(Der Klick auf den Titel führt direkt in den Katalog und zeigt, ob das Spiel gerade in der Bücherei vorhanden ist)

Naova:für 2-6 Spieler ab 10 Jahren, ca. 20 Minuten
Du bist Gebieter über eine Heerschar an Helden. Schicke sie in den Kampf, damit sie dir Ruhm und Ehre bringen!
Die Kämpfe werden in maximal drei Phasen entschieden. Zu Beginn des Spiels erhält jeder sechs Handkarten. Von diesen wählt jeder in der ersten Phase einen Helden aus und legt ihn verdeckt vor sich ab. Nachdem jeder eine Karte ausgewählt hat, werden sie aufgedeckt und der Kampf beginnt.
Der Held mit der größten Stärke gewinnt den Kampf. Diese setzt sich aus der Basisstärke und der für diese Phase einsetzbaren Spezialfähigkeit zusammen. Gibt es nach einer Phase einen Gleichstand, gibt es für die am Gleichstand Beteiligten eine neue Phase. Zu Beginn einer Phase werden weitere Helden ausgespielt, die gegeneinander kämpfen. Gibt es am Ende einer Phase einen Sieger, erhält dieser alle gespielten Heldenkarten als Siegpunkte. Mit der dritten Phase endet der Kampf auch bei einem Gleichstand. Alle Karten aus diesem Kampf erhält der Gewinner aus dem nächsten Kampf.
Das Spiel endet sofort, wenn nach einem Kampf ein Spieler seine Handkarten nicht mehr auf sechs auffüllen kann. Wer die meisten Helden im Siegpunktestapel hat, gewinnt.

Drachenschatten:für 2-4 Spieler ab 8 Jahren, ca. 20 Minuten
Die dunklen und geheimnisvollen Stollen in der Nähe des Dorfes locken immer wieder Abenteurer an, die sie erkunden wollen. Aber seit auf der Hut: Im Dunklen lauern Drachen!
Ist man am Zug, muss man sich entweder im Dorf ausrüsten oder sich in das Verlies wagen. Dafür deckt man die oberste Karte von einem der Dorfstapel auf oder vom Verliesstapel. Handelt es sich bei der aufgedeckten Karte um einen Gegenstand, legt man diesen offen vor sich ab und er ist sofort einsatzbereit. Handelt es sich um ein Monster (Drache oder Hydra) kommt es zum Kampf.
Möchte man Gegenstände einsetzen, kann man das vor oder nach dem Kartenaufdecken tun. Jede Karte kann man nur einmal einsetzen, zur Markierung dreht man sie um 90°.
Kommt es zu einem Kampf, gewinnt man diesen nur und automatisch, wenn man einen Gegenstand hat, der einem Schutz gegen das entsprechende Monster gewährt. Dadurch wird dieser Gegenstand allerdings verbraucht. verliert man den Kampf, verliert man alle Gegenstände aus seiner Auslage. Diese, und das Monster, kommen aus dem Spiel. Allerdings hat man es zurück ins Dorf geschafft und darf in der nächsten Runde weiter auf die Monsterjagd gehen. Das Spiel endet, sobald ein Spieler drei besiegte Kreaturen, 3 schätze oder 7 unterschiedliche Gegenstände in der Ablage liegen hat.

Cherry Picking:für 2-6 Spieler ab 8 Jahren, ca. 30 Minuten
Passend zum Sommer und den damit steigenden Mengen an zu pflückendem Obst, geht es in diesem Spiel genau darum.Die hierbei zu erntenden Früchte sind Ananas, Birne, Banane, Kirsche, Orangen und Trauben und da diese ja an Pflanzen wachsen legt man diese zu Beginn in der Mitte aus. Zu jeder Pflanzenkarte wird auch eine Karte der entsprechenden Frucht gelegt, die restlichen Fruchtkarten werden verteilt. Mit diesen Handkarten wird festgelegt in welcher Reihenfolge die Spieler ernten dürfen.
Soweit, ganz einfach. Komplizierter wird das Ganze dann, wenn alle Handkarten gespielt sind, der Durchgang damit endet und man diesen auswerten will. Als erstes werden die Kartenwerte zusammengezählt. Danach Boni ausgeschüttet: Hat man jede Fruchtsorte einmal gesammelt gibt es einen Obstsalat-Bonus, ebenso gibt es für vier oder fünf Früchte einer Sorte einen Sortenbonus. Eine Karte darf hierbei sowohl für den Obstsalat- als auch für den Sortenbonus gewertet werden. Und dann gibt es noch die Leitern: Die Anzahl der gesammelten Leitern ins Quadrat ist der Punktewert der Leitern (also bei 3 Leitern gibt es 9 Punkte).

Das Spiel geht über drei Durchgänge, wer nach dem letzten Durchgang die meisten Punkte hat, gewinnt.

Like Dice:für 2-6 Spieler ab 8 Jahren , ca. 15 Minuten
Obwohl der Titel eher ein Würfel- als ein Kartenspiel vermuten lässt, kommen in diesem Spiel keine physischen Würfel vor. Allerdings gibt es jede Menge davon als Bilder auf Karten gedruckt.
Bei all diesen Würfeln heißt es den Überblick zu bewahren und zügig zu rechnen.

Die Würfelkarten werden gemischt und als verdeckter Stapel bereitgelegt. Jeder Spieler erhält eine Karte davon und legt sie als Auslage offen vor sich. Drei weitere Würfelkarten werden offen in die Mitte gelegt.
Die Aufgabenkarten werden ebenfalls gemischt und als Stapel bereit gelegt. Die oberste Karte wird aufgedeckt und gibt vor, welche Aufgabe alle Spieler erfüllen müssen. Die Aufgabenkarten geben an, von welchen farbigen Würfeln die Augen zusammengezählt werden sollen. Da hierfür die Auslage in der Mitte und die eigene Auslage relevant sind, können unterschiedliche Spieler auf unterschiedliche Ergebnisse kommen.

Hat man sein Ergebnis gefunden, ruft man es laut in den Raum und markiert es gleichzeitig mit zwei Fingern auf seiner Zeigekarte, damit es im Laufe der Auswertung nicht verloren geht. Denn erst wenn alle Spieler eine Zahl gerufen haben, werden die Ergebnisse überprüft. Die Überprüfung beginnt beim ersten Spieler. Hat er die Aufgabe für sich richtig gelöst, erhält er eine der Würfelkarten aus der Mitte und erweitert seine persönliche Auslage. Stimmt das Ergebnis nicht, wird weiter der Rufreihenfolge nach überprüft. Sobald jemand das für ihn richtige Ergebnis genannt hat, endet die weitere Überprüfung.

Das Spiel endet, wenn alle Aufgabenkarten aufgebraucht sind oder ein Spieler 10 Karten in seiner Auslage liegen hat. Wer die meisten Karten in seiner Auslage hat, gewinnt.

Bei den Aufgabenkarten gibt es drei Schwierigkeitsstufen. Es ist ratsam mit der einfachsten Stufe zu beginnen.

Larry:für 2-8 Spieler ab 8 Jahren, ca. 20 Minuten
Bei diesem Spiel darf gelogen werden! Ziel ist es als erstes keine Handkarten mehr zu haben.
Die Karten werden gemischt und alle Spieler erhalten gleich viele Karten (die Anzahl variiert je nach Spieleranzahl). Die restlichen Karten kommen als Nachziehstapel in die Mitte. Daneben wird die Limitkarte gelegt. Ist man an der Reihe, spielt man verdeckt eine Handkarte aus und addiert den Wert zum Wert des Stapels, dabei darf man allerdings nicht den Wert des Limits überschreiten. Es gibt natürlich auch negative Zahlen, die von der Summe abgezogen werden.
Bevor man eine Karte abgelegt kann man die zuletzt genannte Summe anzweifeln.

Dafür wird der gesamte Stapel aufgedeckt und nachgerechnet. Ist die Summe korrekt, erhält der Zweifler zwei Strafkarten.
Hat der Zweifler Recht, also die Summe stimmt nicht, erhält der zuletzt aktive Spieler zwei Strafkarten.
Der Ablagestapel kommt auf den Ablagestapel und der Spieler, der die Strafkarten erhalten hat, beginnt die nächste Runde.
Neben den Zahlenkarten gibt es noch Aktionskarten, die z.B. einen Mitspieler zwingen seine nächste Karte offen auszuspielen, zwei Karten zu spielen, einen Spielrichtungswechsel herbeiführen… Das Spiel endet, wenn ein Spieler seien letzte Karte gespielt hat und die von ihm genannte Summe nach Anzweiflung korrekt war.

Game of Trains:
Willkommen auf einem Rangierbahnhof! Jeder Spieler hat vor sich einen Zug mit sieben Waggons liegen. Alle Waggons haben eine Zahl zwischen 1 und 84 und sollen im laufe des Spiels, von der Lok ausgehen, aufsteigend sortiert werden. Zum Einstieg ziehen alle Spieler nacheinander Karten auf die Hand (der Startspieler zieht eine Karte, der zweite Spieler 2, der dritte Spieler 3 und der vierte Spieler 4). Dann entscheiden nacheinander alle, beim Startspieler beginnend, mit welcher ihrer Handkarten sie eine der Waggonkarten vor sich austauschen wollen. Überzählige Handkarten kommen auf den verdeckten Ablagestapel, ausgetauschte Waggonkarten kommen offen nebeneinader in die Tischmitte.

Ab der zweiten Runde hat der Spieler am Zug die Wahl zwischen zwei Aktionen:

  • Eine Karte vom Stapel ziehen und damit eine Waggonkarte aus der eigenen Auslage ersetzen. Liegen in der Tischmitte min. zwei Karten mit der gleichen Funktion offen aus, werden diese paarweise entfernt. BEi einer ungeraden Anzahl bleibt eine Karte liegen.
  • Eine Kartenfunktion nutzen. Alle Waggons verfügen neben ihrem Wert auch über eine Funktion. Es können nur die Funktionen der Karten eingesetzt werden, die zu Beginn des eigenen Zuges offen in der Tischmitte liegen.

Das Spiel endet sofort, wenn ein Spieler einen Zug mit sieben Waggons in aufsteigender Reihenfolge vor sich liegen hat. Dieser gewinnt das Spiel.

Big Deal: für 2-6 Spieler ab 8 Jahren , ca. 30 Minuten
Wer kennt das nicht? Was soll man nur mit all seinem hart verdienten Geld nur anfangen? Also kauft man sich die ein oder andere Yacht, Juwelen, Briefmarkensammlungen… In diesem Spiel haben wir das nötige Kleingeld, um uns Sammlungen von Luxusdingen zuzulegen und manchmal kommt es dabei auch zu Rangeleien mit den Konkurrenten.

Zu Beginn erhält jeder vier Handkarten. Die restlichen Karten kommen als Nachziehstapel in die Mitte. Ist man am Zug, hat man 4 Aktionen zur Auswahl, danach füllt man seine Handkarten wieder auf.

  • Ein Set aus der Hand bilden
  • Ein Set mit Hilfe des Ablagestapels bilden
  • Einem Mitspieler ein Set klauen
  • Eine Karte abwerfen

Ein Set besteht aus genau zwei identischen Karten bzw. einer Güterkarte und einem Joker. In einem Zug darf nur ein Set gespielt werden. Sets legt man vor sich ab. Das neu ausgespielte Set wird dabei, leicht versetzt, über das ältere gelegt. Dies ist wichtig, wenn ein Mitspieler ein Set stibitzen möchte. Mitspieler können immer nur das am obersten liegende Set angreifen.
Zum Angreifen spielt der Angreifer eine Karte der

Das Spiel geht über mehrere Runden. Eine Runde endet, wenn der Nachziehstapel aufgebraucht und ein Spieler keine Handkarten mehr hat. Dann werden die Sammlungen ausgewertet.
Es wird solange gespielt, bis ein Spieler, über die einzelnen Runden, ein Vermögen von 1 Million Dollar oder mehr sammeln konnte. Der Spieler mit dem größten vermögen gewinnt das Spiel.

Hier gibt’s eine Liste aller Kartenspiele

BeBi

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 12. Juli 2017

12 von 12 – Juli 2017

Wir beteiligen uns 2017 an der Fotoaktion „12 von 12“!

Was das ist? Jeden Monat am 12. sammelt Caro von „Draußen nur Kännchen“ Fotoserien: jeweils 12 Bilder vom Tag, gerne vom Alltag. Mal schauen, ob wir das ganze Jahr durchhalten. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Einblick in den Alltag in der Stadtbücherei Bochum.

12. Juli 2017

Liebe Leser,
heute gibt es Einblicke in ein Lektorat der Stadtbücherei Bochum, aber zunächst beginnt der Tag mit vielen Tassen Tee und Lektüre.

Per Fahrrad geht es vom Dortmunder Westen Richtung Bochum, dabei kommt man um Witten nicht herum.

Jetzt ist der Arbeitsplatz nicht mehr weit, aber erst das Fahrrad ordentlich abstellen.

Treten Sie ein!

Hier sind Sie bei der Lektorin für Belletristik gelandet, der Herr links im Bild hat sich um die deutsche Sprache verdient gemacht.

Erstmal ein Blick in die Räume der Zentralbücherei: muss die Ausstellung aufgefüllt werden?

Im Büro geht fast nichts ohne PC: neue Bücher und Spielfilme wollen eingearbeitet werden.

Die Ruhe vor dem Sturm: da Romane, Hörbücher und Spielfilme im Erdgeschoss der Zentralbücherei untergebracht sind, sitzt auch die dafür zuständige Lektorin fast täglich an der Information.

(Mittagspause.)

Die Bücher zur Ausstellung „Reisezeit – Lesezeit“ können auch gleich in der Zentralbücherei mit Sand befüllt werden.

Zurück im Büro steht die Information über Neuerscheinungen an.

Wer neue Ware kauft, muss sich auch von Ladenhütern trennen.


Diese Bücher finden Sie bald im Bücherflohmarkt der Stadtbücherei. Schauen Sie doch mal vorbei!

S. Weber

Hallo zusammen und willkommen zurück!

Nachdem wir von Ko Samui am Abend ablegten, ließen wir Thailand hinter uns. Unser Weg führte uns weiter nach Süden bis fast zum Äquator, nach Singapur. Doch bis dahin brauchte unser Schiff über einen Tag, um den dortigen Hafen zu erreichen.

Deshalb gab es am nächsten Tag auch keine Ausflüge. Darüber war ich sehr froh. So konnte ich mich etwas erholen. Denn die beiden vorangegangenen Tage hatten mich ganz schön geschafft. Bei etwa 30 Grad durch die Gegend zu laufen ist mega anstrengend, auch wenn die Sachen, die ich gesehen habe total toll waren. Und jetzt sagt bitte nicht, ein Erdmännchen, das aus Afrika kommt, sollte sich nicht so anstellen, da es dort mit Sicherheit noch viel wärmer ist! Doch da muss ich euch leider enttäuschen, denn ich komme gar nicht aus Afrika, sondern aus Bochum und dort ist es selten so warm.

 

 

 

 

Ich nutzte die ausflugsfreie Zeit um schwimmen zu gehen. Denn ganz oben auf dem Schiff, quasi auf dem Dach, gibt es richtige Swimmingpools. Das war natürlich eine Wohltat bei dieser Wärme.

Zum Glück hatte ich den Pool zu diesem Zeitpunkt ganz für mich alleine. Mit zu vielen Menschen hätte ich bestimmt Angst bekommen, dass sie mich zerquetschen könnten. Denn ein besonders guter Schwimmer bin ich nicht. Aber es reicht, um etwas Spaß zu haben und sich über Wasser zu halten. Außerdem war ja immer noch Jeannie da, um mich notfalls zu retten und Mund zu Schnauze Beatmung bei mir durchzuführen. *Hi hi*

 

 

 

 

Nach einer Runde im Pool ließ ich mir von der Sonne den Pelz trocknen und Jeannie brachte mir ein Glas Erdbeerbowle. Was für ein Service. Nur leider ohne Würmerzusatz, dafür aber mit Schuss. Danach ging es mir den ganzen Tag sehr gut. Ich fühlte mich leicht und beschwingt. Nur frage ich mich bis heute, wo der Schuss gewesen sein sollte. Denn ich habe weder einen gehört noch irgendetwas in meinem Getränk bemerkt, das ein Schuss hätte sein können.

Nach einem entspannten Tag auf dem Sonnendeck und einer anschließend geruhsamen Nacht legten wir am nächsten Morgen in Singapur an.

Singapur ist ein Insel- und Stadtstaat, mit etwa 2,5 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 704 m², die knapp der Größe von Hamburg entspricht. Somit ist sie der kleinste Staat Südostasiens. In Hamburg leben allerdings „nur“ 1,7 Millionen Menschen. Zum Vergleich: Bochum hat circa 365 000 Einwohner, wovon einer ein Erdmännchen ist. Nämlich ich.

 

 

 

 

Auch wenn mir der Ruhetag gut getan hatte, so freute ich mich darauf, endlich wieder was Tolles zu erleben. Ich rannte hoch aufs oberste Deck, wo ich mich am Vortag gesonnt und im Pool geplantscht hatte. Von dort hatte ich eine sehr gute Aussicht auf die Stadt und konnte mir einen ersten Überblick verschaffen.

 

 

 

 

Diese futuristisch aussehenden Hochhäuser heißen Reflections und wurden von Daniel Libeskind errichtet. Das ist ein ganz berühmter Architekt, der auch unter anderem das World Trade Center Memorial entworfen hat. Bei diesen Gebäuden handelt es sich um ein Luxus-Wohnprojekte mit insgesamt 1129 Wohneinheiten.

Mit der Seilbahn wäre ich auch gerne gefahren. Mit ihr kommt man auf die Spaßinsel Sentosa. Mit Sicherheit hätte ich dort ganz viele tolle Sachen machen können. Doch Jeannie hatte schon etwas anders für diesen Tag geplant.

 

 

 

 

Mein Blick wanderte hinüber zum Hafen. Dort konnte man schon die Reisebusse sehen, die auf uns warteten. Ich konnte es gar nicht erwarten, dass wir endlich an Land gehen konnten. Was würde ich dort wohl für großartige Abenteuer erleben?

Unser Reisebus brachte mich und Jeannie, und natürlich noch ein paar andere Reisende von unserem Schiff, zum Botanischen Garten.

Und im Botanischen Garten gibt es noch mal einen ganz speziellen Orchideen-Garten, den wir uns angeschaut haben. Also quasi ein Garten im Garten.

Das Klima in Singapur ist so tropisch, dass diese exotische Blumenart, die ich schon von den Fensterbänken meiner Arbeitskolleginnen her kenne, dort in natürliche Umgebung im Freien wohnen kann, ganz ohne Gewächshaus oder Büroumgebung.

 

 

 

 

Über 1000 verschiedene Orchideenarten kann man im dem Garten bewundern, auch seltene Sachen, die es nur dort geben soll. Das konnte ich natürlich nicht genau überprüfen, schließlich bin ich kein Orchideen-Experte.

 

 

 

 

Wenn ich gewusst hätte, dass wir hierher kommen würden, dann hätte ich ein Buch über Orchideen aus der Bücherei mitgebracht, damit ich besser informiert gewesen wäre. Doch Jeannie hat mir vorher überhaupt nichts gesagt. So was aber auch. Wie stehe ich denn jetzt da? Jetzt kann ich euch überhaupt nichts über all die Orchidee erzählen, die wir gesehen haben, nur, das eine schöner als die andere war.

 

 

 

 

Diese beiden Vögel, oben auf dem Bild, hatten es wirklich gut, sie konnten den lieben langen Tag im Wasser stehen und sich es sich gut gehen lassen, während ich hier und dort und überall platziert wurde und in die Kamera lächeln musste. Mensch Jeannie, mir war heiß und ich hätte mich auch gerne mal etwas erfrischt!

 

 

 

 

Denn auch hier in Singapur hatten wir um die 30 Grad Celsius. Hinzu kamen noch etwa 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Ich hatte das Gefühl, die Luft zu trinken statt zu atmen. Am liebsten wäre ich heimlich, als Jeannie mal gerade nicht hingeschaut hatte, in diesen Springbrunnen gehüpft um mich abzukühlen. Doch leider hatte ich meine Badehose auf dem Schiff gelassen.

 

 

 

 

Aber ich will ja nicht nur rummeckern. (Sonst werde ich möglicherweise nie mehr irgendwo mit hingenommen.) Es gab ja auch viele tolle Blumen zu sehen. Zum Beispiel diese Orchidee wurde extra zu Ehren von Prinzessin Diana gezüchtet. Eine schöne Blume für eine tolle Prinzessin. Habe ich euch eigentlich schon mal erzählt, wie sehr ich Prinzessinnen mag?

 

 

 

 

 

Ob es sich hierbei auch um Prinzessinnen-Blumen handelt, kann ich euch leider nicht sagen. Leider stand da nichts dran, auf jeden Fall nichts, was ich hätte lesen können. Doch so schön, wie sie sind, kann es ja eigentlich gar nicht anders sein.

 

Nach dem Orchideengarten machten wir noch eine kleine Stadtrundfahrt.

Wir kamen am Raffles Hotel vorbei. Das nach dem Gründer des modernen Singapur, Thomas Stamford Raffles, benannte Hotel wurde im Kolonialstil erbaut und 1887 eröffnetes. Viele berühmte Leute wie Rudyard Kipling, Charlie Chaplin, Queen Elisabeth II. oder Michael Jackson sollen hier schon genächtigt haben. Allerdings fehlt noch eine ganz wichtige Person auf dieser Liste: Herr Erdmann! Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Wer weiß, vielleicht komme ich ja irgendwann in der Zukunft noch mal hierher.

Auf einmal erblickte ich etwas sehr, sehr Merkwürdiges. Ein Schiff, das über den Baumwipfeln flog. Wow, so etwas Beeindruckendes hatte ich wirklich noch nie gesehen.

Doch Jeannie musste mir natürlich gleich wieder all meine Illusionen rauben. Sie behauptete steif und fest, dass es sich hierbei auch um ein Hotel handeln würde, nämlich das Marina Bay Sands. Wenn man nämlich genau hinsieht, kann man zwischen Baumkronen und Schiffskiel ein Stück von einem Gebäude sehen.

Na ja, kann ja sein, dass da ein Hotel steht. Dann ist dieses Flugschiff eben darauf gestrandet. Und was konnte den Hotelleuten Besseres passieren? Ein Schiff auf dem Dach ist sicherlich ein ganz besonderer Hingucker.

Wie sagt man so schön, andere Länder, andere Sitten. Denn die Singapurianer fahren ganz andere Autos als wir hier. Dieses Exemplar scheint sowohl für die Straße als auch fürs Wasser geeignet zu sein. Ich hätte nicht gedacht, dass es so etwas gibt. Da frage ich mich doch ernsthaft, wieso unser Kreuzfahrtschiff keine Räder hat. Dann hätten wir in den Häfen nicht immer in Busse umsteigen müssen um zu all den interessanten Orten zu gelangen. Das wäre doch sicherlich viel einfacher gewesen.

 

Dann gibt es in Singapur noch den Singapur-Flyer. Mit einer Höhe von 165 Metern ist es das zweithöchste Riesenrad der Welt. 2014 wurde in Las Vegas „The High Roller“ mit 167 Metern fertiggestellt und löste damit den Singapur-Flyer als höchstes Riesenrad der Welt ab. Ich wäre ja gerne mal damit gefahren, doch wie schon so oft auf meinen Reisen, hatten wir leider dafür keine Zeit mehr.

 

Für diesen Tag war ich voll und ganz auf meine Kosten gekommen. Ich hatte schöne, spannende, interessante und kuriose Dinge zu sehen bekommen. Was mich wohl als nächstes erwartete? Unsere Reise ging weiter. Nächstes Ziel war Malaysia.

Doch davon nächste Woche.

Bis bald

Euer Herr Erdmann

J.K.

Hallo meine lieben Freunde,

schön, dass ich euch auch zum zweiten Teil meiner Abenteuerreise begrüßen kann.

Nach meiner ersten Nacht auf einem Kreuzfahrtschiff war ich schon sehr gespannt darauf, wo ich am nächsten Tag erwachen würde. Vielleicht in einem wundervollen Land, mit exotischen Schönheiten, die mir sicher den Pelz kraulen würden. Doch zu meiner Enttäuschung waren wir immer noch im Hafen von Laem Chabang. So was Blödes. Ich dachte ich wäre auf einer Kreuzfahrt und nicht auf einem Kreuzstand.

Doch Jeannie beruhigte mich sogleich und erklärte mir, dass wir, bevor wir ablegen, noch einen Ausflug machen würden. Das war natürlich was anderes. Ausflüge sind toll, da sieht man immer ganz viele interessante Sachen. Möglicherweise auch exotische Schönheiten. Deshalb verzieh ich dem Schiff, dass es noch nicht losgefahren war.

Wir gingen von Bord, stiegen in einen Bus, der am Hafen auf uns wartete und fuhren nach Bang Pa-in, zum Sommerpalast des Königs von Thailand. Das liegt etwas 50 Kilometer von Bangkok entfernt und etwas südlich der Stadt Ayutthaya.

Auf einem Plan machte ich mich erst mal schlau, was wir dort alles zu sehen bekommen sollten. Die Palastanlage schien sehr groß zu sein. Mit unterschiedlichen Palästen und einer ausgedehnten Seenlandschaft.

1632 ließ ein König namens Prasat Thong den Bang Pa-in Palast zu Ehren seines neugeborenen Sohnes Narai erbauen. Als die nahe gelegene Stadt Ayutthya etwa 150 Jahre später zerstört wurde, gab man auch die Palastanlage auf und alles zerfiel.

Erst etwa 100 Jahre später ließ König Chulalongkorn zwischen 1872 und 1889 alles wieder aufbauen und sogar noch erweitern.

Als ich die Parkanlage betrat, fiel mir gleich auf, dass viele Gebäude hier gar nicht, oder nur ein bisschen asiatisch aussahen. Na großartig, dachte ich, da reist man extra nach Asien, um auch was Asiatisches zu sehen, und dann sieht man Bauwerke, die mich sehr an Schloss Sanssouci erinnerten.

Ich schloss daraus, dass dieser König Chulalongkorn eine Vorliebe für europäische Baukunst hatte. Das ist doch mal wieder typisch für euch Menschen. Ihr wollt immer genau das haben, was ihr gerade nicht besitzt. In Europa baut man asiatische Gebäude, wie zum Beispiel den Chinesischen Garten im Botanischen Garten Bochum. Und in Asien baut man europäische Sachen à la Schloss Sanssouci. Ne, ne.

Phra Thinang Warophat Phiman

Bei diesem Gebäude handelt es sich um den offiziellen Regierungssitz von König Chulalongkorn. Auch heute werden hier hin und wieder hochrangige Gäste empfangen. Wer sich das Haus von innen ansehen will, muss eine bestimmte Kleiderordnung einhalten. Keine schulterfreien Oberteile, knöchellange Hosen, keine Schuhe und Frauen müssen sich sogar einen „Leihwickelrock“ umbinden. Und Erdmännchen haben gar keinen Zutritt. Die wissen auch nicht, was sie wollen – erst sagen sie, man empfängt hier hochrangige Gäste, und dann darf ich nicht rein.

 

 

 

 

Saphakhan Ratchaprayun

Dieses Haus wurde 1879 errichtet und von Chulalongkorns Brüdern und ihren Prinzessinnen genutzt.

Ich möchte noch etwas anmerken: Auch wenn die Gebäude europäisch aussehen, so haben sie trotzdem für mich fremd klingende Namen, die ich überhaupt nicht aussprechen kann. Ich kann nur hoffen dass ich wenigstens alles richtig abgeschrieben und richtig zugeordnet habe. Was für eine Blamage, wenn da nachher unter den Bildern so etwas wie Wäscherei, Toilette oder sogar Pupshaus steht, nur weil ich mich verschrieben habe ohne es auch nur zu ahnen.

 

 

 

 

Phra Thinang Aisawan Thippayat

Der Name soll so viel wie „der göttliche Sitz persönlicher Freiheit“ bedeuten.

Endlich mal was Asiatisches. Dieser Pavillon, im thailändischen Stil, wurde 1876 errichtet und ist eine Kopie des Phra Thinang Amphon Phimok Prasat-Pavillions in Bangkok.

In der Mitte des Pavillons befindet sich eine Bronzestatue von König Chulalongkorn. Sein Sohn und Nachfolger König Vajiravudh hat sie später, ihm zu Ehren, dort aufstellen lassen.

 

 

 

 

Diese Brücke führt zum Tevaraj-Kanlal Gate, dem inneren und früher nicht öffentlichen Teil des Bang Pa-in Palastes. Es wäre ja auch zu blöd gewesen, wenn wir nicht hätten darüber gehen können. Denn sonst hätte ich nicht diese exotische Schönheit kennen gelernt. Ich verliebte mich augenblicklich in sie. Dieser Liebreiz, diese Grazie. *Seufzt* Ich bat sie mit mir zu kommen. Nach Bochum. Leider, leider ließ sie sich nicht dazu überreden. *Schnüff* Zum Abschied gab sie mir noch einen Kuss, kraulte mich zärtlich hinter meinem Ohr und sagte mir, dass sie immer an mich denken würde. Doch warum musste sie mich verlassen? WARUM nur?

Aber das Leben musste weiter gehen. Auch ohne das schöne Fräulein. Ich hatte ja immer noch Jeannie und meine vielen anderen wunderschönen Arbeitskolleginnen, die natürlich alle meine Freundinnen waren.

Von einer anderen Stelle auf der Brücke hatte man noch einmal einen schönen Ausblick, auf den Phra Thin… ähm. Ach ihr wisst schon, den Pavillon im thailändischen Stil halt.

 

 

 

 

Ich begegnete einer als Sträucher getarnten Elefantenherde, die durch die Parkanlage streifte. Zur Sicherheit hielt ich einige Meter Abstand zu ihnen. Nicht dass sie mich aus Versehen zertrampelt hätten.

So ein Pavillon im Garten ist schon recht praktisch. Er spendet Schatten und sieht zudem sehr chic aus mit seinem grünen Geranke. Das einzige was fehlte waren ein paar bequeme Liegestühle, auf denen ich mich hätte ausruhen können.

 

 

 

 

Hor Withun Thatsana

Dieser Leuchtturm ist eigentlich gar kein Leuchtturm. Wäre ja auch vollkommen sinnlos gewesen, an dieser Stelle einen Leuchtturm hinzustellen. Vor allem, weil das Meer von hier aus recht weit entfernt war. Scheinbar fand aber dieser König Chulalongkorn Leuchttürme toll und ließ sich deshalb 1881 diesen Aussichtsturm errichten. Von dort oben hat man einen schönen Blick auf die Palastanlage (wie ihr weiter unten noch sehen werdet). Früher soll es dort oben in der Spitzte sogar mal ein Observatorium gegeben haben, von wo aus man in die Sterne schauen konnte. Leider gab es das aber nicht mehr.

Dieser Waran lebt an dem See in der Palastanlage. Allerdings kam mir dieser Typ alles andere als geheuer vor. Seht ihr seinen stechenden Blick? Bestimmt hatte er es auf mich abgesehen. Gut, dass Jeannie auf mich aufgepasst hat, sonst hätte er mich mit Sicherheit zum Mittagessen eingeladen – mit mir als Hauptgang! *Grusel*

Phra Thinang Wehat Chamrun („Himmlisches Licht“)

Schon auf dem Foto mit dem Leuchtturm ist euch sicherlich das chinesische Gebäude, das dahinter stand, aufgefallen.

Ja, ihr habt richtig gelesen. Dieses Haus wurde wirklich im chinesischen und nicht etwa im thailändischen Stil errichtet und schon gar nicht im europäischen. Dieser Palast hat zwei Etagen und wurde König Chulalongkorn 1889 von chinesischen Kaufleuten geschenkt. Es handelt sich hierbei um eine Kopie eines Gebäudes der kaiserlichen Residenz in Peking.

Natürlich haben die Chinesen nicht das ganze Gebäude bis hierhin getragen. Denn das wäre viel zu schwer gewesen. Doch das komplette Baumaterial wurde dafür extra aus China importiert.

 

 

 

 

Zum Schluss unseres Rundgangs kletterten wir noch den Leuchtturm, der ja eigentlich keiner war, bis ganz nach oben hoch. Ist das nicht ein toller Ausblick? Auch kann man von hieraus den chinesischen Palast noch mal viel besser sehen.

Ach übrigens: Damals, als diese Palastanlage im 19. Jahrhundert erbaut worden ist, hieß das Land noch Siam.

Etwa aus dieser Zeit stammt auch der Roman, „Der König und ich“ von Margaret Landon. In dem Buch, das auch ganz oft verfilmt und verseriet wurde, geht es um einen siamesischen König und eine englische Lehrerin, die die vielen Prinzen und Prinzessinnen unterrichten sollte. Dieser König war Chualongkorns Vater, König Mongut. Chualongkorn selbst kommt natürlich auch in der Geschichte vor, schließlich ist er ja einer der Prinzen, der von Anna (so hieß die Lehrerin) unterrichtet wurde.

Wenn Ihr das Buch mal lesen wollte, es steht bei uns in der Bücherei bei den historischen Romanen. Oder wenn ihr keine Lust auf Lesen habt, dann schaut euch den Film oder die Serie an, die haben wir nämlich auch.

Erst seit 1939 heißt Thailand überhaupt Thailand.

Als wir dann später wieder auf dem Schiff waren, legte es am frühen Abend endlich von Laem Chabang ab.

Am nächsten Morgen erreichten wir unser nächstes Ziel. Mit 447 Quadratkilometern ist Ko Samui eine der größten Inseln Thailands. Leider waren sich meine Quellen da nicht ganz so einig, ob es sich dabei um die zweit- oder drittgrößte Insel handelt.

 

 

 

 

 

Da das große Schiff diesmal nicht im Hafen der Insel anlegen konnte, mussten wir mit kleinen Booten bis zur Insel überfahren. In der Fachsprache nennt man das Tendern.

Auf Ko Samui angekommen, stiegen wir diesmal nicht in einen Bus, sondern in ein Auto, welches auf der Insel als Sammeltaxi dient. Das heißt, wir saßen mit etwa sechs Personen inklusive mir auf der überdachten Ladefläche des Fahrzeugs (natürlich nicht auf dem Boden, sondern auf dort angebrachten Bänken) und schaukelten auf diese Weise durch die Gegend. Was ich total lustig und aufregend fand, im Gegensatz zu meinen Mitreisenden, die sich später über Rückenschmerzen beklagten.

Nach einiger Zeit erreichten wir eine Kautschukplantage.

 

 

 

 

Thailand gilt als einer der weltgrößten Exporteure für Naturkautschuk. Von dort werden mehr als 3 Milliarden Tonnen jährlich in alle Welt versendet.

Eigentlich stammt der Kautschukbaum aus Brasilien, doch mittlerweile gibt es ihn in vielen Teilen Südostasiens. Schon im 16. Jh. v. Chr. wurde Naturkautschuk von den Völkern Mittelamerikas und des Amazonasgebiets genutzt.

 

 

 

 

Auf den Bildern oben zeigt uns unser Reiseleiter, wie man mit einem speziellen Messer die Kautschukbäume anritzt. Der austretende Milchsaft wird in einer darunter hängenden Schale aufgefangen.

Normalerweise werden die Bäume mitten in der Nacht angeschnitten. So etwa um ein, zwei Uhr rum. Nur für uns Touristen wurde hier eine Ausnahme gemacht. Tagsüber würde das Kautschukrinnsal wegen der hohen Temperaturen (um die 30 Grad Celsius) schneller austrocknen.

Das wäre keine Arbeit für mich. Mitten in der Nacht aufstehen um Bäume anzuritzen. Doch zum Glück wird das bei der Stadtbücherei Bochum auch nicht von mir verlangt. Da geht es darum Bücher zu bestellen, zu katalogisieren oder zu folieren und das kann man auch tagsüber machen.

 

 

 

 

 

In den frühen Morgenstunden wird dann der Kautschuksaft eingesammelt, getrocknet und später mit so einem Walzending zu weißen Lappen ausgerollt.

Der Naturkautschuk wird dann in die ganze Welt versendet, wo er weiterverarbeitet wird. Jeder von euch hatte mit großer Sicherheit schon mal ein Produkt in der Hand, das zumindest anteilig aus Naturkautschuk besteht. Aus Kautschuk werden zum Beispiel Autoreifen, Kleidung, Gummidichtungen, Gummihandschuhe und vieles mehr gefertigt.

Nachdem wir uns noch einige Stunden die Insel angeschaut hatten, ging es wieder zurück zu den Tenderbooten und danach auf unser Schiff.

 

Wie es in den nächsten Tagen weiterging, davon werde ich euch dann nächste Woche erzählen.

 

Bis zum nächsten Mal

Euer Herr Erdmann

J.K.

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 27. Juni 2017

Book up! Nr. 16 – Türkranz

Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

Heute: „Margaret Mitchell: Vom Winde verweht“ verschönert einen Türkranz.

image

Okay, so wäre es auch schon eine Verschönerung, aber so habe ich es dann doch nicht gemeint. 😉 Und: Verschönert so das Buch den Kranz oder der Kranz das Buch?

Die Inspiration für den heutigen Blogbeitrag habe ich gefunden in Marina Boos‘ Kreativ-Roman „Das Glück der handgemachten Dinge“. Dort gibt es eine Bastelanleitung für einen Türkrandscf0848z aus Schmetterlingen, die wiederum aus alten Buchseiten gebastelt werden. Das klang sehr hübsch, aber gelesen und inspiriert gefühlt habe ich mich im Oktober, und das ist bekanntermaßen keine Schmetterlingsaison mehr. Statt Schmetterlingen bieten sich im Herbst bunte Blätter zur Türkranzdekoration an. Da haut es einem das Wortspiel um die Ohren, wenn man auf der Suche nach Blättern im alten Buch blättert. Der Buchtitel ist in diesem Zusammenhang ebenfalls sehr passend, wenn auch tatsächlich Zufall.

Aus den Buchblättern kann man sehr schnell Blätter herstellen, indem man die einzelnen Buchseiten zur Ziehharmonika faltet und dann blattförmige Gebilde ausschneidet. Besonders naturalistisch muss nicht vorgegangen werden, aber ungefähr erkennen sollte man das Ergebnis natürlich schon.

Die fertigen Blätter werden dann mit Hilfe einer Heißklebepistole auf dem Türkranz fixiert. Soweit mein Tipp. Was ich stattdessen gemacht habe: eine Unmenge Stecknadeln verbraucht, die seit Jahren in der Schublade vor sich hin staubten, und die einzelnen Blätter auf dem Kranz festgepinnt. Das hat auch geklappt, aber nicht besonders gut, und besonders stark darf der Wind jetzt nicht wehen, sondern rupft es die Blätter vom Baum – äh, Kranz.

Wer schlau war, hat die Blätter vorher mit Hilfe von Wasserfarben herbstlich bunt eingefärbt (ungefähr so wie bei der Wimpelkette). Wer stattdessen lieber spontan und kreativ ist, kann auch zu diesem Bastelpunkt noch zu Wasserfarben und Zahnbürste (eine alte, nicht die aktuelle!) greifen und die Blätter einfärben, indem man sie mit Farbe besprenkelt. Üblicherweise benutzt man dabei außer der Zahnbürste noch ein feines Sieb. Ein Daumen geht aber auch und ist immer zur Hand, und ganz nebenbei kann sich die Basteltante von heute so auch einen grünen Daumen zulegen. Auch wenn grün keine besonders herbstliche Farbe ist. Also vielleicht doch lieber einen Türkranz mit Schmetterlingen machen? Oder man lässt es puristisch buchseitenfarben, passend zum frostig-kühlen Herbstmorgen und auch im Winter noch angemessen?

Das Ergebnis ist so oder so sehr ansehlich und zeigt Besuchern auf den ersten Blick, dass hier ein Buchliebhaber wohnt.

Glück auf! Book up!

GriSu

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 23. Juni 2017

Herr Erdmann geht auf Südostasien-Kreuzfahrt – Teil 1: Ankunft auf dem Schiff

Hallo Meine Lieben Erdmännchenfreunde,

ich freue mich, euch endlich mal wieder von einem großen Abenteuer zu erzählen. Zusammen mit meiner Freundin Jeannie ging es diesmal auf Kreuzfahrt, durch Südostasien. (Ihr kennt sie sicherlich noch von meiner Neuseelandrundreise!)

Als mir Jeannie erzählte, dass wir zusammen durch Südostasien reisen würden, flitzte ich sofort in unserer Bücherei zu den Reiseführern. Ich wollte mich natürlich schon so früh wie möglich über die Länder informieren, die wir sehen würden.

 

 

 

 

Die Reise sollte uns nach Thailand, Malaysia, Singapur, Vietnam und Kambodscha führen. Gleich fünf Länder während nur einer einzigen Reise! Das versprach ein toller Urlaub zu werden.

Die entsprechenden Literatur fand ich in der Sachgruppe CGL 2 und CGL 3. Es gab dort nicht nur Bücher sondern auch Filme zu den jeweiligen Ländern.

Um zu unserem Schiff zu gelangen, mussten wir zuerst mit dem Flugzeug nach Bangkok fliegen. Das ist die Hauptstadt von Thailand. Zum Glück sind wir diesmal nicht ganz so lange geflogen, wie damals nach Neuseeland. Aber es waren bestimmt immer noch fast fünfzig Jahre, bis wir endlich dort landeten.

Am Flughafen von Bangkok wurden wir mit einem Bus abgeholt, der uns zum etwa 100 km entfernten Hafen von Laem Chabang brachte.

Dort wartete das Schiff schon auf uns. Was für ein toller Anblick! Ich froh war, endlich irgendwo angekommen zu sein. (Auch wenn die Anreise diesmal nicht 100 Jahre gedauert hat, so war sie doch trotzdem ziemlich anstrengend).

Obwohl ich eigentlich von der Anreise total müde war, und mich am liebsten sofort schlafen gelegt hätte, musste ich erst mal meine Neugierde befriedigen und alles auf dem Schiff erkunden.

Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst und zuletzt hin laufen sollte. Überall konnten tolle Sachen versteckt sein! Rechts? Links? Geradeaus? Treppe hoch? Treppe runter? Wie soll man sich denn bei so vielen Möglichkeiten entscheiden?

Ich kam zu einem unendlich langen Gang. Wo der wohl hinführt? Mir war das nicht so ganz geheuer, deshalb lief ich lieber nicht dort lang. Möglicherweise führten er ins absolute Nichts. Jeannie sagte sofort, das wäre Quatsch und ich hätte wohl zu viele Science Fiction und Fantasy Romane gelesen. Doch man kann ja nie wissen. Und vorsichtig ist das Erdmännchen in der Porzellankiste oder in diesem Fall, auf dem Kreuzfahrtschiff.

 

 

 

 

Auf diesem Sitzkissen konnte ich mich kurz ausruhen, und gleichzeitig nach draußen schauen. Dummerweise war es inzwischen dunkel geworden und ich konnte nichts mehr sehen, außer mich selbst wie ich mich in der Scheibe spiegelte. Oje, waren meine Augenringe noch dunkler als sonst? Vielleicht sollte ich doch lieber schlafen gehen!

Aber wer weiß, was ich verpassen würde, wenn ich schlafen gehen würde. Nein! Ich wollte weiterforschen. Egal wie dunkel meine Augenringe mittlerweile schon waren.

Tja, und ich fand tatsächlich noch ein paar tolle Sachen auf dem Schiff, wie zum Beispiel diese Erdmännchenrückenfellbürstemaschine. Wie aufmerksam von den Seeleuten, dass die das extra für mich dort aufgestellt hatten. Ich frage mich nur bis heute, woher sie gewusst haben, dass ich überhaupt kommen würde? Hatte Jeannie ihnen vielleicht einen Hinweis zukommen lassen? Oder es gehen möglicherweise mehr Erdmännchen auf Kreuzfahrt als mir bewusst ist.

Weiter ging es mit der Erkundung des Schiffs. Ich lief sämtliche Treppen hoch, um in die einzelnen Etagen … oh pardon … ich meine Decks zu gelangen – so heißt das nämlich auf einem Schiff. Es gab auch Aufzüge, doch das dauerte mir immer zu lange, bis die mal kamen. Ständig waren die unterwegs. Ich habe keine Ahnung wo sich solche Aufzüge immer herumtreiben. Vielleicht in der Wellnessoase oder im Fitnessraum. Die Treppen waren da viel zuverlässiger, denn sie waren immer da, wenn ich sie brauchte.

Auf einem der oberen Decks entdeckte ich noch was viel Tolleres als die Erdmännchenrückenfellbürstemaschiene. Nämlich einen Erdmännchenvergnügungspark mit jeder Menge Spielmöglichkeiten. Das deutete doch ganz eindeutig darauf hin, dass hier noch andere Erdmännchen sein mussten. Doch wo waren die? Hatten die sich vor mir versteckt? Vielleicht würden sie sich ja später raus trauen. Auf jeden Fall gab es in diesem Vergnügungspark ein Feld mit Hüpfekästchen und einem Erdmännchenkarussel daneben. Leider war das Karussell gerade geschlossen und niemand wollte mit mir Hüpfekästchen spielen, noch nicht mal Jeannie, diese Spielverderberin.

 

 

 

 

Dann gab es dort so merkwürdige Türme. Ich war selbstverständlich sofort im Bilde, um was es sich dabei handelte. Das waren ganz sicher Rollenspiele. Davon hatte ich ja schon viel gehört, aber bis jetzt noch nicht zu Gesicht bekommen. Wenn man auf den Tasten herumsprang oder sich an die Hebel hängte, dann setzten sich die Rollen hinter der Glasscheibe in Bewegung und zeigten immer irgendwelche lustigen Bildchen oder Zahlen an. Doch wozu das gut sein sollte und warum so viele Leute davon schwärmen, ist mir bis heute ein Rätsel.

Das nächste Fahrgeschäft, was ich entdeckte, war ein Hin-und-Her-Schaukelgerät. Aber ich muss schon sagen, die Schiffsleute hätten da drin ruhig mal aufräumen können. Auf und um das Fahrgerät herum lagen tatsächlich noch immer all die Sachen, die einige Besucher scheinbar dort verloren hatten. So eine Schlamperei.

Nachdem ich dann alles eingehend erkundet hatte, konnte ich endlich schlafen gehen. Ich war ja sooooo müde und Jeannie schien mir etwas genervt. Sie war die ganze Zeit hinter mir her gelaufen, um aufzupassen, dass ich keine Dummheiten machte. Was für ein Blödsinn, ich mache doch keine Dummheiten. Außerdem weiß ich gar nicht, wie das geht.

Als wir schließlich in unserer Kabine waren und ich mein müdes Haupt aufs Kissen legen konnte, war ich schon sehr gespannt darauf, wo ich wohl am nächsten Tag aufwachen würde.

Doch davon berichte ich euch beim nächsten Mal.

Ich freue mich

Euer Herr Erdmann

 

J.K.

 

 

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 13. Juni 2017

12 von 12 – Juni 2017

 

Wir beteiligen uns 2017 an der Fotoaktion „12 von 12“!

Was das ist? Jeden Monat am 12. sammelt Caro von „Draußen nur Kännchen“ Fotoserien: jeweils 12 Bilder vom Tag, gerne vom Alltag. Mal schauen, ob wir das ganze Jahr durchhalten. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Einblick in den Alltag in der Stadtbücherei Bochum.

12. Juni 2017

Der Tag heute beginnt mit einem kleinen Suchbild. Habt ihr mich entdeckt und wisst wo ich heute bin?

Richtig, heute bin ich in der Kinder- und Jugendbücherei und da ist tierisch was los!

Nach der Begrüßungsrunde müssen noch die Dinos eingefangen werden, nicht, dass jemand drüber stolpert:

Dann heißt es den anderen tierischen Kollegen wecken:

Aber keine Angst, der kann nur brüllen 😉 Gemeinsam begrüßen wir eine erste Klasse zur Büchereiführung.

Voller Elan geht es danach in die Ausleihe. Dort warten schon eine Menge Bestellungen für unseren Medien-Lieferdienst für Bildungs- und Sozialeinrichtungen.

So sieht das aus, wenn eine Schule Medien zum Thema NRW haben will…

und so, wenn eine Klasse auf die nächste Lektüre wartet.

Zwischen dem Packen von Kisten und dem Beraten von Lesern, wollen auch noch die AV-Medien an ihre Plätze gebracht werden.

Nach der Ausleihe heißt es dann Pause machen und stärken.

Frisch gestärkt geht es dann weiter zu einem Termin von „Lesen macht stark“. Jugendliche entwickeln, auf den Spuren von Sagengestalten, eine Geocaching-Route durch Bochum. Hut ab!

Nach soviel Action und so vielen Menschen, widme ich mich dann noch etwas ruhigeren Arbeiten:

Im internen Wiki schauen, was die Zweigstellen für Spieleersatzteile haben wollen…

… Bücher mit Schlagworten versehen, damit man die auch im Katalog finden kann und…

… den Blog-Spieletipp für den nächsten Monat vorbereiten.

Und dann werfen auch noch zukünftige Veranstaltungen ihre Schatten voraus.

Und damit ist mein ereignisreicher Tag in der Kinder- und Jugendbücherei auch schon wieder vorbei.

Bis demnächst! Euer Herr Erdmann

BeBi

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 8. Juni 2017

Spielerei: Tastomino

für 2 bis 4 Spieler
ab 4 Jahren
Spieldauer: ca. 10 Minuten
Verlag: beleduc

Dieses Domino bietet zwei Spielmöglichkeiten. Neben dem klassischen Domino, bei dem passende Muster aneinander gelegt werden, kann man auch eine Fühlvariante spielen.

Für die Fühlvariante werden alle Dominokarten in einen Stoffbeutel getan. Nun zieht jeder Spieler, blind, fünf Karten, die er in seinen eigenen Beutel steckt.
Der Startspieler zieht eine Karte aus seinem Beutel und legt diese in die Tischmitte. Nun schaut sich der nächste Spieler die Karte genau an und fühlt in seinem Beutel, ob er eine passende Karte hat. Meint man fündig geworden zu sein, legt man die Karte an, passt die Karte nicht, kommt sie zurück in den Beutel und man bekommt eine Strafkarte aus dem Vorratsbeutel.

Wer als erstes alle Karten angelegt hat gewinnt und beendet das Spiel.

Den Link zum Katalog gibt es natürlich auch hier.

BeBi

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