Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 23. Juni 2017

Herr Erdmann geht auf Südostasien-Kreuzfahrt – Teil 1: Ankunft auf dem Schiff

Hallo Meine Lieben Erdmännchenfreunde,

ich freue mich, euch endlich mal wieder von einem großen Abenteuer zu erzählen. Zusammen mit meiner Freundin Jeannie ging es diesmal auf Kreuzfahrt, durch Südostasien. (Ihr kennt sie sicherlich noch von meiner Neuseelandrundreise!)

Als mir Jeannie erzählte, dass wir zusammen durch Südostasien reisen würden, flitzte ich sofort in unserer Bücherei zu den Reiseführern. Ich wollte mich natürlich schon so früh wie möglich über die Länder informieren, die wir sehen würden.

 

 

 

 

Die Reise sollte uns nach Thailand, Malaysia, Singapur, Vietnam und Kambodscha führen. Gleich fünf Länder während nur einer einzigen Reise! Das versprach ein toller Urlaub zu werden.

Die entsprechenden Literatur fand ich in der Sachgruppe CGL 2 und CGL 3. Es gab dort nicht nur Bücher sondern auch Filme zu den jeweiligen Ländern.

Um zu unserem Schiff zu gelangen, mussten wir zuerst mit dem Flugzeug nach Bangkok fliegen. Das ist die Hauptstadt von Thailand. Zum Glück sind wir diesmal nicht ganz so lange geflogen, wie damals nach Neuseeland. Aber es waren bestimmt immer noch fast fünfzig Jahre, bis wir endlich dort landeten.

Am Flughafen von Bangkok wurden wir mit einem Bus abgeholt, der uns zum etwa 100 km entfernten Hafen von Laem Chabang brachte.

Dort wartete das Schiff schon auf uns. Was für ein toller Anblick! Ich froh war, endlich irgendwo angekommen zu sein. (Auch wenn die Anreise diesmal nicht 100 Jahre gedauert hat, so war sie doch trotzdem ziemlich anstrengend).

Obwohl ich eigentlich von der Anreise total müde war, und mich am liebsten sofort schlafen gelegt hätte, musste ich erst mal meine Neugierde befriedigen und alles auf dem Schiff erkunden.

Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst und zuletzt hin laufen sollte. Überall konnten tolle Sachen versteckt sein! Rechts? Links? Geradeaus? Treppe hoch? Treppe runter? Wie soll man sich denn bei so vielen Möglichkeiten entscheiden?

Ich kam zu einem unendlich langen Gang. Wo der wohl hinführt? Mir war das nicht so ganz geheuer, deshalb lief ich lieber nicht dort lang. Möglicherweise führten er ins absolute Nichts. Jeannie sagte sofort, das wäre Quatsch und ich hätte wohl zu viele Science Fiction und Fantasy Romane gelesen. Doch man kann ja nie wissen. Und vorsichtig ist das Erdmännchen in der Porzellankiste oder in diesem Fall, auf dem Kreuzfahrtschiff.

 

 

 

 

Auf diesem Sitzkissen konnte ich mich kurz ausruhen, und gleichzeitig nach draußen schauen. Dummerweise war es inzwischen dunkel geworden und ich konnte nichts mehr sehen, außer mich selbst wie ich mich in der Scheibe spiegelte. Oje, waren meine Augenringe noch dunkler als sonst? Vielleicht sollte ich doch lieber schlafen gehen!

Aber wer weiß, was ich verpassen würde, wenn ich schlafen gehen würde. Nein! Ich wollte weiterforschen. Egal wie dunkel meine Augenringe mittlerweile schon waren.

Tja, und ich fand tatsächlich noch ein paar tolle Sachen auf dem Schiff, wie zum Beispiel diese Erdmännchenrückenfellbürstemaschine. Wie aufmerksam von den Seeleuten, dass die das extra für mich dort aufgestellt hatten. Ich frage mich nur bis heute, woher sie gewusst haben, dass ich überhaupt kommen würde? Hatte Jeannie ihnen vielleicht einen Hinweis zukommen lassen? Oder es gehen möglicherweise mehr Erdmännchen auf Kreuzfahrt als mir bewusst ist.

Weiter ging es mit der Erkundung des Schiffs. Ich lief sämtliche Treppen hoch, um in die einzelnen Etagen … oh pardon … ich meine Decks zu gelangen – so heißt das nämlich auf einem Schiff. Es gab auch Aufzüge, doch das dauerte mir immer zu lange, bis die mal kamen. Ständig waren die unterwegs. Ich habe keine Ahnung wo sich solche Aufzüge immer herumtreiben. Vielleicht in der Wellnessoase oder im Fitnessraum. Die Treppen waren da viel zuverlässiger, denn sie waren immer da, wenn ich sie brauchte.

Auf einem der oberen Decks entdeckte ich noch was viel Tolleres als die Erdmännchenrückenfellbürstemaschiene. Nämlich einen Erdmännchenvergnügungspark mit jeder Menge Spielmöglichkeiten. Das deutete doch ganz eindeutig darauf hin, dass hier noch andere Erdmännchen sein mussten. Doch wo waren die? Hatten die sich vor mir versteckt? Vielleicht würden sie sich ja später raus trauen. Auf jeden Fall gab es in diesem Vergnügungspark ein Feld mit Hüpfekästchen und einem Erdmännchenkarussel daneben. Leider war das Karussell gerade geschlossen und niemand wollte mit mir Hüpfekästchen spielen, noch nicht mal Jeannie, diese Spielverderberin.

 

 

 

 

Dann gab es dort so merkwürdige Türme. Ich war selbstverständlich sofort im Bilde, um was es sich dabei handelte. Das waren ganz sicher Rollenspiele. Davon hatte ich ja schon viel gehört, aber bis jetzt noch nicht zu Gesicht bekommen. Wenn man auf den Tasten herumsprang oder sich an die Hebel hängte, dann setzten sich die Rollen hinter der Glasscheibe in Bewegung und zeigten immer irgendwelche lustigen Bildchen oder Zahlen an. Doch wozu das gut sein sollte und warum so viele Leute davon schwärmen, ist mir bis heute ein Rätsel.

Das nächste Fahrgeschäft, was ich entdeckte, war ein Hin-und-Her-Schaukelgerät. Aber ich muss schon sagen, die Schiffsleute hätten da drin ruhig mal aufräumen können. Auf und um das Fahrgerät herum lagen tatsächlich noch immer all die Sachen, die einige Besucher scheinbar dort verloren hatten. So eine Schlamperei.

Nachdem ich dann alles eingehend erkundet hatte, konnte ich endlich schlafen gehen. Ich war ja sooooo müde und Jeannie schien mir etwas genervt. Sie war die ganze Zeit hinter mir her gelaufen, um aufzupassen, dass ich keine Dummheiten machte. Was für ein Blödsinn, ich mache doch keine Dummheiten. Außerdem weiß ich gar nicht, wie das geht.

Als wir schließlich in unserer Kabine waren und ich mein müdes Haupt aufs Kissen legen konnte, war ich schon sehr gespannt darauf, wo ich wohl am nächsten Tag aufwachen würde.

Doch davon berichte ich euch beim nächsten Mal.

Ich freue mich

Euer Herr Erdmann

 

J.K.

 

 

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 13. Juni 2017

12 von 12 – Juni 2017

 

Wir beteiligen uns 2017 an der Fotoaktion „12 von 12“!

Was das ist? Jeden Monat am 12. sammelt Caro von „Draußen nur Kännchen“ Fotoserien: jeweils 12 Bilder vom Tag, gerne vom Alltag. Mal schauen, ob wir das ganze Jahr durchhalten. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Einblick in den Alltag in der Stadtbücherei Bochum.

12. Juni 2017

Der Tag heute beginnt mit einem kleinen Suchbild. Habt ihr mich entdeckt und wisst wo ich heute bin?

Richtig, heute bin ich in der Kinder- und Jugendbücherei und da ist tierisch was los!

Nach der Begrüßungsrunde müssen noch die Dinos eingefangen werden, nicht, dass jemand drüber stolpert:

Dann heißt es den anderen tierischen Kollegen wecken:

Aber keine Angst, der kann nur brüllen 😉 Gemeinsam begrüßen wir eine erste Klasse zur Büchereiführung.

Voller Elan geht es danach in die Ausleihe. Dort warten schon eine Menge Bestellungen für unseren Medien-Lieferdienst für Bildungs- und Sozialeinrichtungen.

So sieht das aus, wenn eine Schule Medien zum Thema NRW haben will…

und so, wenn eine Klasse auf die nächste Lektüre wartet.

Zwischen dem Packen von Kisten und dem Beraten von Lesern, wollen auch noch die AV-Medien an ihre Plätze gebracht werden.

Nach der Ausleihe heißt es dann Pause machen und stärken.

Frisch gestärkt geht es dann weiter zu einem Termin von „Lesen macht stark“. Jugendliche entwickeln, auf den Spuren von Sagengestalten, eine Geocaching-Route durch Bochum. Hut ab!

Nach soviel Action und so vielen Menschen, widme ich mich dann noch etwas ruhigeren Arbeiten:

Im internen Wiki schauen, was die Zweigstellen für Spieleersatzteile haben wollen…

… Bücher mit Schlagworten versehen, damit man die auch im Katalog finden kann und…

… den Blog-Spieletipp für den nächsten Monat vorbereiten.

Und dann werfen auch noch zukünftige Veranstaltungen ihre Schatten voraus.

Und damit ist mein ereignisreicher Tag in der Kinder- und Jugendbücherei auch schon wieder vorbei.

Bis demnächst! Euer Herr Erdmann

BeBi

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 8. Juni 2017

Spielerei: Tastomino

für 2 bis 4 Spieler
ab 4 Jahren
Spieldauer: ca. 10 Minuten
Verlag: beleduc

Dieses Domino bietet zwei Spielmöglichkeiten. Neben dem klassischen Domino, bei dem passende Muster aneinander gelegt werden, kann man auch eine Fühlvariante spielen.

Für die Fühlvariante werden alle Dominokarten in einen Stoffbeutel getan. Nun zieht jeder Spieler, blind, fünf Karten, die er in seinen eigenen Beutel steckt.
Der Startspieler zieht eine Karte aus seinem Beutel und legt diese in die Tischmitte. Nun schaut sich der nächste Spieler die Karte genau an und fühlt in seinem Beutel, ob er eine passende Karte hat. Meint man fündig geworden zu sein, legt man die Karte an, passt die Karte nicht, kommt sie zurück in den Beutel und man bekommt eine Strafkarte aus dem Vorratsbeutel.

Wer als erstes alle Karten angelegt hat gewinnt und beendet das Spiel.

Den Link zum Katalog gibt es natürlich auch hier.

BeBi

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 23. Mai 2017

Book up! Nr. 15 – Taschentuchbox

Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

Heute: Aus Lise Gasts „Die schönsten Pferdegeschichten“ wird eine Taschentuchspenderbox.

Die Inspiration für die heutige Bastelei habe ich bei Pinterest gefunden. Ja, ich habe es getan, ich habe mich bei Pinterest angemeldet und schwelge seitdem in Ideen, was man noch alles machen könnte. Zwei Leben würden nicht reichen.. aber in dieser Kolumne wird nicht gejammert, hier wird gebastelt. Und Pinterest ist auch nicht die Quelle der Bilder, sondern sammelt nur, also kann ich Interessierte vorbei an diesem unerschöpflichen Hort kreativer Ideen schicken direkt zur Ursprungsseite buzzfeed. Oder Sie bleiben einfach hier, denn eine Anleitung, wie man aus einem Buch eine Taschentuchbox bastelt, habe ich nirgends finden können. Es folgt hiermit eine Anreicherung des Internets:

  1. Eine Taschentuchbox als Ausgangsgröße nehmen und ein Buch mit größerem Volumen finden.dscf0475
  2. Mit einem Teppichmesser oder Cutter und einem dem Teppichmesser widerstehenden Hilfsmittel (=Winkel) das Buch aushöhlen. DSCF0512
  3. Das ausgehöhlte Buch (aus den rausgeschnittenen Seiten könnte man übrigens noch … ach, alles Mögliche) von innen mit Tapetenkleber o.ä. großzügig bestreichen (alternativ alle Seiten einzeln zusammenkleben. Ehm … ja. Kann man machen.) und durchtrocknen lassen. DSCF0513
  4. Den Deckel einer Taschentuchbox heraus trennen und als Schablone verwenden, um in den Buchdeckel eine passende Öffnung einzuzeichnen. DSCF0514
  5. Die Öffnung mit dem Cutter ausschneiden. Das ist eine Arbeit in mehreren Schichten (es sei denn, Sie haben wirklich gutes Werkzeug und nicht so ein Amateur-Teppichmesser wie ich), und die letzte Schicht sollte von der Außenseite des Buchdeckels passieren. Man sieht es Schnittkanten tatsächlich an, aus welcher Richtung der Schnitt angesetzt wurde, und die Oberkante ist sauberer, daher möchten wir diese außen haben. DSCF0515
  6. Den Plastikteil des Boxdeckels vorsichtig ablösen und mit breitem Klebeband (ein Glückspilz, wer Buchbindefolie hat) an der neuen Box befestigen. DSCF0516
  7. Taschentücher einfüllen, fertig. :)Ich bin begeistert, die verschnupften, pferdebegeisterten Kinder auch, und ganz nebenbei wurde so mal wieder einer meiner Kindheits-Buchschätze aufgewertet. Übrigens nur, weil ein Zweitexemplar kürzlich über einen Bücherflohmarkt den Weg in unser Haus gefunden hat, sonst hätte ich es nicht gewagt. 🙂 Beim vorletzten Bild kann man übrigens erkennen, dass es sich hier um Buch Nr. 185 unserer familieneigenen Spielbücherei anno 1992 handelt. Die passende selbstgebastelte Buchkarte zur Ausleihe ist leider nicht erhalten.

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Glück auf! Book up!

GriSu

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 12. Mai 2017

12 von 12 – Mai 2017

Wir beteiligen uns 2017 an der Fotoaktion „12 von 12“!50ab5-bildschirmfoto2012-07-13um18-43-40

Was das ist? Jeden Monat am 12. sammelt Caro von „Draußen nur Kännchen“ Fotoserien: jeweils 12 Bilder vom Tag, gerne vom Alltag. Mal schauen, ob wir das ganze Jahr durchhalten. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Einblick in den Alltag in der Stadtbücherei Bochum.

Liebe Leser,

heute geht es in „12 von 12“ in die Zweigbücherei Langendreer, das passiert in diesem Blog ja gerne schon mal. Aber da auch Bibliothekarinnen nicht in der Bücherei wohnen (nein, wirklich nicht!), startet der 12. Mai natürlich auch nicht in der Bücherei.

Zu Hause beginnt der Tag wie alle Wochentage: 20170512_071422 Frühstücksdosen packen für drei Kinder, dabei den eigenen Frühstückskaffee trinken.

Der Kleine braucht heute ein bisschen länger, weil alle seine großen Bälle mit aufstehen und in die Küche kommen müssen. Nicht zu vergessen sein Esel. 20170512_071833

Zwei Kinder Richtung Schule losschicken (Frühstücksdosen nicht vergessen!), ein Kind am Kindergarten abgeben, und los geht es mit dem Rad zur Arbeit. 20170512_083506

In der Bücherei angekommen, gibt es erst einmal mehrere Auseinandersetzungen mit zickiger Technik. Erst darf ich mich nicht einloggen … 20170512_084034„Hallo Vorzimmer? Könntet ihr mich bitte gerade mal kommen lassen?“ Die Kollegin weiß genau, wie ich’s meine, aber für ein Schlucken und einen herzhaften Lacher war es gut. 😀

Kurz im Veranstaltungsraum vorbeischauen, wo gleich ein Kurs Gedächtnistraining stattfinden wird. Heute ist ganz schön was los in der Bücherei. 20170512_181331

Dann schnell eine Klassenführung vorbereiten. Erst will der Computer nicht, dann der Beamer, dann der Netzwerkanschluss … so wird das nichts mit der OPAC-Einführung für Fünftklässler. 20170512_101459In letzter Minuter stimmt dann doch alles, und die Klasse kann kommen. Anderthalb Stunden später haben alle hoffentlich ein bisschen was gelernt.

Weiter geht’s. Am Montag wird in der Bücherei Langendreer der Abschluss unserer ersten Schreibwerkstatt gefeiert, und die Jugendlichen sollen ihre Geschichten als Buch bekommen. Deshalb folgt ein Ausflug in den Kopierladen. 20170512_121429 Leider wird in dem Kopierladen vor Ort nicht gebunden, dafür werde ich noch mal los müssen. Später. 🙂

Ein Blick in die heutige Zeitung zeigt, dass der Lokalredakteur uns offensichtlich mag. 20170512_084639

Nachmittags fahre ich dann nach Querenburg. In der Nähe der Ruhr-Universität kann ich die Kopien zu Büchern binden lassen. Und einen Blick auf eine weitere Zweigstelle der Stadtbücherei werfen. Heute leider nur von außen. 20170512_160844

Dann ist Feierabend, und ich kann nach Hause. Bei dem traumhaften Wetter treffe ich meine Kinder an der frischen Luft, und aus einem alten Rohr ist schnell Physik für einen ballverrückten Jungen und seine große Schwester gebastelt. 20170512_172302-1

Abends wieder im Haus stelle ich fest, dass in unserem Flur eine Baustelle eröffnet wurde. Verkehrskollaps in NRW, Experten haben es schon lange vorhergesehen.20170511_182639 Irgendwann ist der Kleine dann im Bett, und auf die Mädchen und mich wartet beim freitäglichen Filmabend „Ratatouille“.

Was leider nicht gewartet hat, ist die Internetverbindung. 20170512_193117 Da hilft der größte Smiley nichts. Das Hochladen und Verlinken der Bilder muss also leider ein bisschen warten. Ungefähr zwei Stunden später steht die Verbindung dann endlich wieder, und mein Tag kann enden. 🙂

GriSu

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 12. Mai 2017

Die Niederlande – Die Menkemaborg

Hallo meine lieben Freunde,

heute will ich Euch von meinem zweiten Tag in den Niederlanden, in der Provinz Groningen, erzählen.

Nachdem wir ja uns am Vortag die Festung Bourtange angesehen haben, bin ich am Abend todmüde ins Bett gefallen. Das war alles zwar sehr aufregend, doch für ein kleines Erdmännchen wie mich sehr anstrengend.

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Leider weckte mich meine Freundin, viiiiel zu zeitig am nächsten Morgen, und auch noch, indem sie mir einfach die Decke weggezogen hat. So was Gemeines. Doch ich konnte ihr nicht lange böse sein. Zur Wiedergutmachung kraulte sie mich hinterm Ohr. Sie weiß ganz genau, wie gerne ich das habe. *rrrrrhhh*

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Vor dem Spiegel machte ich mich chic. Möglicherweise würde ich ja endlich der Prinzessin meiner Träume begegnen und da musste ich schließlich gut aussehen.– Ja, meine Frisur und der Schal sitzen perfekt!!

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Nach einem leckeren Frühstück saßen wir endlich kurze Zeit später im Auto. Auf ging’s zu neuen Abenteuern. Ich war total gespannt, was mich an diesem Tag erwartete.

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Nach kurzer Fahrt erreichten wir unser Ziel. Die Menkemaborg in Uithuizen.

 

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Die Menkemarborg ist ein hübsches, kleines Wasserschloss, das im 14. Jahrhundert erbaut worden ist. Im Jahr 1700 ließ die Familie Alberda, die dort offensichtlich zu dieser Zeit gewohnt hat, das Schloss aufwändig umbauen und renovieren.

Leider durfte ich mal wieder nicht ins Schloss. Es ist aber auch immer dasselbe, was haben die bloß alle gegen mich? Was glauben die denn, was ich dort mache? Hört mal Leute, ich bin ein anständiges Erdmännchen, das weiß, wie man sich benimmt. Niemals würde ich was kaputt machen oder unter irgendwelchen Bildern meinen Pfotenabdruck hinterlassen. Zumindest nicht absichtlich.

Nun gut. Meine Freundin durfte natürlich rein und hat mir erzählt, dass man sich dort drinnen tolle Sachen aus dem 17. Und 18 Jahrhundert anschauen konnte. Möbel, Bilder, Geschirr und all so ein Zeug, was die damals vor über 300 Jahren so benutzt haben.

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Den Garten durfte ich mir allerdings ansehen. Dort konnte ich – wie hat man früher noch gesagt? – nach Herzenslaune lustwandeln! Hi, hi. Das klingt irgendwie lustig.

Hier gab es ein Teehaus, allerdings ohne Tee und einen Irrgarten, in dem ich mich nicht verirrt habe. Warum man das dann trotzdem so nennt ist mir total schleierhaft. Aber das kenne ich ja von meinen Reisen. Nie sind die Dinge so wie sie zu sein scheinen. Wie damals in Neuseeland, wo es bei den Pfannkuchenfelsen noch nicht mal Pfannkuchen gab.

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Dieses lustvolle Rumgewandel ist natürlich ziemlich anstrengend. Doch zum Glück hatten die Leute, die diesen Garten im Stil des 18. Jahrhunderts angelegt hatten, auch an die müden Lustwandler wie mich gedacht. Auf einer Bank ruhte ich mich aus und sah der Sonnenuhr beim Sonnen zu. Gleichzeitig konnte ich an ihr sehen wie spät es war – Schaut Euch das Bild oben rechts doch mal etwas genauer an! Na, könnt ihr die Uhrzeit erkennen?

Auch die Menkemarborg war spannend und es gab jede Menge zu sehen. Doch leider, leider begegnete mir wieder einmal keine Prinzessin. *Seufz* Doch irgendwann werde ich sicherlich eine finden. Schließlich gebe ich niemals auf!

Später ging es dann nach Hause. Das waren zwei tolle Tage in den Niederlanden. Sicherlich werde ich irgendwann wiederkommen. Es gibt dort ja noch soooo vieeeel zu sehen.

 

Doch nun ist erst mal Schluss. Bis Bald.

Euer

Herr Erdmann

 

J.K.

 

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 11. Mai 2017

Spielerei: Rondo

für 2 bis 4 Spieler
ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Verlag: Schmidt-Spiele

Rondo ist ein Legespiel mit eingeschränkten Möglichkeiten, wenn man am Zug ist. Jeder Spieler hat ein Bänkchen mit fünf Chips vor sich stehen.

Ist man am Zug, darf man entweder:
* beliebig viele seiner Chips anlegen und danach einen Chip nachziehen
oder
* keinen Chip anlegen und zwei Chips ziehen.

Für das Anlegen gibt es natürlich auch ein paar Regeln zu beachten:
Auf dem Spielplan, sind alle Felder mit Zahlen mit unterschiedlichem Wert und Farbe markiert. Die Farbe des gelegten Chips muss zur Farbe der Zahl passen, der Wert sind die dadurch erreichten Siegpunkte. Man darf auf einem Feld gleichzeitig beliebig viele Chips der passenden Farbe ablegen, dadurch erhöht sich die Zahl der Punkte. Für jeden Chip erhält man die angegebenen Punkte.

Die beiden X markieren mögliche Anlegestellen

Ein neu gelegter Stein muss immer direkt benachbart zu einem bereits liegenden Stein gelegt werden. Man darf während seines Zugs neue Steine nur an den zuletzt gelegten Stein anlegen.

Neben der offenen Ablage des Steins darf man auch einen Stein verdeckt ablegen. Dies ist dann sinnvoll, wenn man die Farbe eines Feldes nicht hat, die darauf folgende Farbe allerdings schon.

Beste Möglichkeit genutzt

Mit dem verdeckten Stein baut man sich dann sozusagen eine Brücke.

Für den verdeckt liegenden Stein bekommt man allerdings keine Punkte.

Das Spiel endet entweder, wenn ein Spieler nicht mehr genügend Steine nachziehen kann oder alle grauen Spielfelder belegt sind.

Die Runde wird noch zu Ende gespielt und danach gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Hier geht’s zum Spiel.

BeBi

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 5. Mai 2017

Die Niederlande – Festung Bourtange

Hallo meine lieben Erdmännchenfreunde,

endlich finde ich mal wieder Zeit, euch von einer meiner Reisen zu berichten.

Es verschlug mich diesmal nach Holland, oder besser gesagt in die Niederlande. Auch wenn wir alle immer Holland sagen, so ist das ja nicht immer richtig. Während meiner Reise habe ich nämlich gelernt, dass Holland ja eigentlich nur die beiden Provinzen Nord- und Südholland sind und nicht das ganze Land. Und da ich diesmal, mit einer meiner zahlreichen liebenswerten Freundinnen, in der Provinz Groningen Urlaub gemacht habe, war ich folglich in den Niederlanden und nicht in Holland.

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Mit der richtigen Literatur aus unserer Bücherei konnte ich mich optimal auf die Reise vorbereiten.

 

In der Provinz Groningen gibt es jede Menge tolle Ausflugsziele, wie zum Beispiel das Seehundzenter in Pieterburen, diverse Museen oder auch richtig tolle Burgen und Schlösser. Wie ihr ja wisst, liebe ich Burgen und Schlösser, schließlich hege ich ja immer noch die Hoffnung dort irgendwann mal auf eine echte Prinzessin zu treffen.

Aus diesem Grund entschieden wir uns auch der Festung Bourtange einen Besuch abzustatten.

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Vesting Bourtange, wie die Holländer … äh … Pardon … ich meine, wie die Niederländer sagen, ist eine Festung, die etwa zwei Kilometer von der deutsch-niederländischen Grenze bei Dörpen entfernt liegt. 1580, während des Achtzigjährigen Kriegs, begann Wilhelm der I. von Oranien mit den Bauarbeiten. Obwohl ich nicht glaube, dass er damals selbst mit Pfote bzw. Hand angelegt hat.

Von oben sieht die Festung wie ein Stern aus, durchzogen von Wassergräben. Leider kann ich euch davon kein Foto zeigen, da weder ich noch meine Freundin fliegen konnten, um ein Bild aus der Luft zu machen. Doch wenn ihr euch das Foto oben etwas genauer anschaut, könnt ihr die Form der Anlage, auf dem Schild, neben dem ich stehe, einigermaßen gut erkennen.

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Damit man nicht durch die Gräben schwimmen muss, um zu der eigentlichen Festung zu gelangen, gab es zum Glück Brücken, die man sogar im Bedarfsfall hochziehen konnte. Ich war natürlich froh, als ich dort auf dem Geländer posieren musste, dass nicht gerade so ein Bedarfsfall eingetreten ist. Sonst wäre ich mit Sicherheit baden gegangen. Zudem hatte ich weder meine Schwimmflügel, noch meine Badehose dabei. Außerdem war es an dem Tag etwas zu kühl für ein Bad.

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Gemütlich spazierte ich über die sehr breiten Wege durch die Festungsanlage.

 

Ich fragte mich, wieso dieser Wilhelm damals vor so vielen Jahren diese Festung überhaupt gebaut, bzw.  hat bauen lassen. Im Internet und auch in den Reiseführern über die Niederlande aus unserer Bücherei fand ich jede Menge Informationen über die Festung Bourtange. Ich fasse hier mal das wichtigste für euch zusammen.

Also!

1593 wurde die Festung fertiggestellt und im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges immer wieder verbessert und ausgebaut.

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Als ich mich weiter dem Kern der Anlage näherte, sah ich schon aus einiger Entfernung eine Windmühle. Die musste ich mir selbstverständlich genauer anschauen.

In den darauf folgenden Jahrzehnten wurde die Festung jedes Mal zu Kriegszeiten immer wieder aufgebaut und renoviert um dann, wenn sich alle wieder beruhigt hatten, zu verfallen, und einige Jahre später wieder aufgebaut zu werden – was für ein Quatsch. Ständig dieses hin und her und her und hin. Statt alles verfallen zu lassen hätten sie doch die Festung während der Nicht-Kriegszeiten auch sinnvoll nutzen können, zum Beispiel als Abenteuerspielplatz, Urlaubsort oder Freizeitpark. Wir Erdmännchen hätten das bestimmt so gemacht, aber Menschen sind halt manchmal etwas merkwürdig. Nun ja, wie auch immer, auf jeden Fall war, bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, diese Festung immer wieder von militärischer Bedeutung.

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Diese Windmühle ist eigentlich nur ein Nachbau aus dem Jahr 1980

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Denn die Originalwindmühle wurde 1832 nach Ter Haar verkauft.

Irgendwann kamen die Menschen dann doch mal auf die Idee, dass man mit der Anlage noch was anders machen könnte als sie immer wieder kaputt gehen zu lassen. Immer mehr Bürger ließen sich im inneren Festungsgebiet nieder, wodurch im Laufe der Jahre eine kleine Festungsstadt entstand.

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Und endlich 1851 beschlossen die Leute, diese Festung auch nicht mehr für militärische Zwecke zu verwenden. Das Dorf konnte nun wachsen und gedeihen. Allerdings zogen viele nach dem zweiten Weltkrieg wieder weg und 1960 stand der Ort wieder einmal fast vor kurz vor dem Aussterben. Ich sag’s ja, die Menschen mit ihrem hin und her. Ne, ne, wie soll das ein Erdmännchen verstehen?

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Zum Glück, für neugierige Erdmännchen wie mich, meine Freundin und andere Interessierte, wurde die Festung aber doch nicht ganz aufgegeben und zu einem Museums- und Freizeitort gemacht. Auch leben heute immer noch Leute im inneren Festungskern.

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Alle Wege der Festung führen ins Zentrum bzw. zum Marktplatz. Hier sieht es fast noch so aus wie vor 350 Jahren

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Auf dem Marktplatz steht ein hölzernes Pferd. Es ist ein Nachbau aus dem Jahr 1988. Die Menschen, die etwas angestellt hatten, wurden auf das Pferd gesetzt und Gewichte an ihre Füßen gehängt. *Schauder* Was habt ihr Menschen nur manchmal für seltsame Ideen? Zum Glück bin ich ja immer lieb und nett.

 

Wir liefen noch etwas durch die Festung und schauten uns alles ganz genau an. Es war alles ganz toll und auch sehr sehenswert, aber leider habe ich auch diesmal keine Prinzessin getroffen. Allerdings hatten wir für den nächsten Tag noch einen weiteren Ausflug geplant, zur Menkemarbourg, einem Wasserschloss. Vielleicht würde sich dort mein Wunsch erfüllen.

Doch davon berichte ich euch nächste Woche.

Ich freue mich auf schon darauf.

Euer Herr Erdmann

 

J.K.

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 28. April 2017

Frühlingszeit – Lesezeit

„Mein Jahr ohne Udo Jürgens“ von Andreas Maier

„Merci, Udo!“ – möchte ich sagen, denn auch nach dem Tod von Udo Jürgens am 21.12.2014 bringt er einen gestandenen Schriftsteller dazu, sich ausführlich mit seinem Oeuvre zu beschäftigen. Andreas Maier schrieb über das Thema „Mein Jahr ohne Udo Jürgens“ Kolumnen für einen Suhrkamp-Blog. Diese und neuere Texte erscheinen im Mai 2017 auch als Taschenbuch (10,00 EUR).

Udo Jürgens in Österreich 2010 (by Steindy, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons)

Dabei hat sich Andreas Maier erst spät mit der Musik von Udo Jürgens beschäftigt, im Jahr 2010 gab es einen „Moment der Verwandlung“. Zuvor hatte er in einem Buch geschrieben: „Dieser Schlagerkram aus den Siebzigern ist für mich ein Gräuel, und auch Udo Jürgens geht völlig an mir vorbei, abgesehen davon, dass er ein paar schöne Lieder für Alexandra komponiert hat.“

Nach der Verwandlung hat er viel über eigene Geschmacksurteile und seine Musik-Sozialisation nachgedacht. Einige Lieder analysiert er unter musikwissenschaftlichen Aspekten, z.B. „Merci, Chérie“ auf ganzen 27 Seiten (kann man überspringen, falls nicht, ist ein YouTube-Zugang sinnvoll).

Aber keine Angst, für alle Leserinnen und Leser mit dem Geburtsjahrgang 1967 bietet dieses Buch etwas, und es steckt auch viel Ironie darin. Diese ist allerdings nicht gegen den Sänger gerichtet, sondern gegen den Autor.

Susanne Weber

Verfasst von: blogteamstadtbuecherei | 25. April 2017

Book up! Nr. 14 – Kartenschrank

Manchmal … aber nur manchmal! … gibt es Bücher, die nicht mehr ganz den aktuellen Vorlieben entsprechen. Oder dem aktuellen Stand der Forschung, sollte es sich um ein Sachbuch handeln. Da steht man dann, veraltete Bücher im Regal, den Altpapierkorb in der Hand, und zögert. Ein Buch ist ein Kulturgut, das wirft man doch nicht so einfach weg! Könnte man da nicht vielleicht noch etwas daraus machen?

Doch. Könnte man. Und was man alles könnte!

Heute: eine alte Karte des Ruhrgebiets verschönert eine Kommode.

Das Projekt, das ich heute vorstelle, ist schon ein bisschen älter und wurde ursprünglich 2015 auf meinem privaten Blog vorgestellt. Damals wusste ich noch nichts von meiner zukünftigen Book up!-Kolumne. Aber das verschönerte Sideboard gefällt mir auch nach zwei Jahren noch so gut, dass ich es gerne noch einmal zeige. Es geht um diese Kommode:

Kartenschrank vorher

Die Kommode durften wir beim Umzug einer Bekannten übernehmen. Sie passt prima vor die Wand im Wohnzimmer, aber leider nicht gut zum Fußboden, und in die Jahre gekommen war sie auch.

Ebenfalls in die Jahre gekommen war eine große Karte des Ruhrgebiets, die ihren Weg aus einem Vermessungsbüro über zwei Keller und eine Garage bis in meine Finger gefunden hat. Ein Vorher-Bild kann ich leider nicht zeigen. Aber nach der erfolgreichen Kombination beider Zutaten plus weiße Farbe war dies das Ergebnis:

Kartenschrank nachher

Die Karte war, wie man sieht, nicht groß genug für die komplette Breite. Dafür ist auch nicht nur das Ruhrgebiet drauf – die große Ansiedlung links unten ist Düsseldorf! Ich habe es ein bisschen bedauert, dass Bochum sich an der Rückwand hinter dem Regalboden rechts versteckt, aber das Ruhrgebiet zerschneiden war schon ein komisches Gefühl. Es auch noch neu anzuordnen wäre mir zuviel gewesen. 😉

Um vom Vorherbild zum Nachherbild zu kommen, wurden alle Einzelteile der Kommode abgeschliffen und weiß lackiert. Die Karte wurde ausgemessen, in möglichst passende Teile zerschnitten und mittels Tapeten-Spezialkleber auf der Kommode fixiert. Zum Abschluss die Kartenteile mit „Elefantenhaut“ (Tapetenschutz heißt es offiziell) versiegeln und die Übergänge zwischen Papier und Holz ein letztes Mal lackieren, um mögliche offene Kanten zu verschließen. Ach so, und neue Knäufe habe ich unserem „Kartenschrank“, wie er im Familienmund seitdem heißt, gegönnt.

Zugegeben nicht gerade eine Aktion für ein Wochenende, schon wegen der Trocknungszeiten von Acryllack und Kleber nicht, aber wieder einmal hat sich die Arbeit gelohnt, finde ich. Entstanden ist ein sehr individuelles Möbel für sehr wenig Geld. Upcycling at its best. 🙂

Glück auf! Book up!

GriSu

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