Gemeinsam lesen #17 – Metro 2035

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1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

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„Metro 2035“ von Dmitry Glukhovsky, Seite 74

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Strahlung …

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

DSC_0060Der erste Teil der Metro-Reihe (Metro 2033) hat mich fasziniert: Eine postapokalyptische Gesellschaft, die sich von der atomverseuchten Erdoberfläche in die Stationen und Tunnel der Moskauer Metro zurückziehen musste. In den einzelnen Stationen haben sich unterschiedliche Herrschaftsformen und Verbünde herausgebildet, deren Ideologien die Regime unserer jüngsten Vergangenheit und Gegenwart widerspiegeln (Beispiel: Die „rote Linie“ ist sinnigerweise ein Zusammenschluss kommunistisch organisierter Stationen). Außerdem hatte der erste Metro-Roman ein mystisches, geheimnisvolles Element und der Autor konnte eine so beklemmende Atmoshpäre erzeugen, dass mich eine Zeitlang ein komisches Gefühl beschlich, wenn ich in eine der Bochumer U-Bahnstationen einfuhr … Den zweiten Teil der Metro-Reihe fand ich dann nicht mehr so überzeugend: wirr (wie linksseitiger Metroplan) und „faselig“. Deshalb habe ich mir viel Zeit gelassen, bis ich nun „Metro 2035“ eine Chance gegeben habe. Ob mir der 3. Teil gefällt? Ich bin noch unentschlossen. Die Idee dieser Metrowelt zieht mich zwar sofort wieder in ihren Bann, doch krankt der Roman an zum Teil unfreiwillig komischen Dialogen (und zwar ohne, dass die Sprechenden deutlich gekennzeichnet werden … Der längste Dialog, bisher, erstreckt sich über 3 Seiten). Mir scheint, der Autor, übrigens ein russischer Journalist, wollte in erster Linie ein dickes Buch schreiben, weil ein dünnes weniger Erfolg verspricht und die Fans sich mit 150 Seiten nicht zufrieden gegeben hätten … so dass er es sicherheitshalber (mit großer Schrift und großzügigem Zeilenabstand) auf immerhin 780 Seiten aufgeblasen hat. Doch man sollte den Tag nicht vor dem Abend tadeln: vielleicht wird es ja noch richtig gut. (T.E.)

4. Zeigt her euer Bücherregal.

Eins von vier Regalen. Viele Bücher haben ihre eigene, langjährige Geschichte, manche lese ich wieder und wieder (= Entschuldigung dafür, dass sie so zerschlissen aussehen …)

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