Gemeinsam Lesen #18 – „Ich hasse dieses Internet“

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1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Cover IchhassediesesInternet

Momentan lese ich „Ich hasse dieses Internet“ von Jarett Kobek und bin auf Seite 266.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Bei Buzzfeed veröffentlichte jemand einen Artikel über die zwanzig besten Tweets von Ade-line.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Als Jemand, der diesem ganzen Digitalisierungs- und Vernetzungswahnsinn grundsätzlich eher skeptisch gegenübersteht und mehr Zeit off- denn online verbringt, konnte ich an diesem Buch, welches einem seinen Titel geradezu entgegenbrüllt (hellgelbe große Schrift auf knall-rotem Grund) nicht vorbeigehen.
Die Geschichte besteht aus vielen einzelnen Handlungssträngen, die nur lose miteinander verknüpft sind. Gemeinsam ist ihnen allen, dass das Leben der jeweiligen Person immer auf die eine oder andere Weise vom Internet beeinflusst wird. Da gibt es Adeline, die unbedacht einige eher massenuntaugliche Ansichten während einer Gastvorlesung von sich gibt, ohne zu wissen, dass sie dabei von einem Studenten gefilmt wird. Youtube, Facebook, Twitter und dergleichen sei Dank ist sie nun unfreiwillig „berühmt“. Oder Ellen, die, nachdem durch ein Eifersuchtsdrama eindeutige Fotos von ihr und ihrer Jugendliebe im Netz gelandet sind, in ihrem Heimatdorf nicht mehr vor die Tür gehen und eine Anstellung in der Filmbranche komplett vergessen kann. All diese Einzelschicksale werden mit einer ordentlichen Portion Zynismus serviert.
Der Roman springt in der Zeitlinie häufig hin und her, was dem Lesevergnügen allerdings keinen Abbruch tut. Mr. Kobek wird überdies nicht müde, die Leserschaft oft darauf hinzuweisen, dass sie ihre Zeit mit der Lektüre dieses schlechten Buches eigentlich verschwendet („denn es gibt keine guten Bücher“). Trotzdem ist „Ich hasse dieses Internet“ für mich eine sehr treffende und amüsante Darstellung unserer heutigen (Internet-) Gesellschaft.

4. Wenn ein Buch deiner Wahl verfilmt werden sollte, und du bekämst eine Rolle für den Film
a) welches Buch wäre es und
b) welche Rolle würdest du übernehmen wollen?

Das ist eine schwierige Frage und mir fällt tatsächlich auch nach längerem Nachdenken kein Buch ein, in dessen Verfilmung ich gern eine Rolle spielen würde. Ich bin allerdings auch kein Freund von Buchverfilmungen. Häufig habe ich mir beim Lesen des entsprechenden Buches was ganz Anderes vorgestellt und bin dann von der Interpretation als Film enttäuscht. Sollte ich aber mal eine Rolle für ein Drehbuch, das nicht auf einer Romanvorlage basiert, bekommen, hätte ich wohl am meisten Spaß daran, eine Nebenrolle als „die seltsame Einzelgängerin von gegenüber, die nie spricht (außer mit ihren siebzehn Katzen), aber alles beobachtet und mitbekommt“ und daher dem Protagonisten entscheidende Hinweise geben könnte. Moment, das wäre dann ja gar nicht geschauspielert… ;-D

(AMP)

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