Spielerei digital: Octopath Traveler

Dieses Rollenspiel von Square Enix, die sich außerdem für Spiele wie „Bravely Default“ und die „Final Fantasy“ Reihe verantwortlich zeichnen, erschien am 13. 07. 2018 für die Switch. Jedoch müssen sich alle, die die Hybridkonsole nicht zuhause haben, nicht ärgern. Schließlich erschien dieses Spiel mittlerweile auch auf dem PC. Doch worum geht es in „Octopath Traveller überhaupt?“

In „Octopath Traveller“ werden wir als Spieler zu Beginn vor die Wahl gestellt, welchen der acht Charaktere wir anfangs auf seiner oder ihrer Reise durch die Spielwelt namens „Orsterra“, begleiten möchten.

Da wäre zum einen die Klerikerin Ophilia, die als Kind bereits ihre Eltern verlor und nun als Waise bei dem Erzbischof Josef Unterkunft findet, der sie wie sein eigenes Kind behandelt. Als dieser jedoch plötzlich erkrankt, tritt sie die heilige Pilgerreise ihrer Kirche an, die eigentlich ihre Adoptivschwester antreten wollte, die sich nun jedoch um ihren Vater kümmern muss.

Der Gelehrte Cyrus, der als Professor an der Universität von Atlasdam arbeitet, wollte eigentlich nur sein Wissen erweitern, als ihm auffällt, dass ein sehr wichtiges Buch in der Bibliothek fehlt. Er sieht es als seine Mission an, dieses zurückzuholen.

Der Dieb Therion war wieder einmal auf Raubzug. Dieser ging jedoch kläglich schief. Eigentlich müsste er nun ins Gefängnis, jedoch wird ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen kann. Wenn er die drei legendären Dracheneier findet, darf er seine Freiheit behalten.

In Sonnschatt lebt die Tänzerin Primrose, die in dem Vergnügungsviertel der Stadt arbeitet. Seit Jahren schon wartet sie auf eine Gelegenheit, Rache an den Mördern ihres Vaters zu nehmen. Jetzt endlich scheint die Zeit gekommen.

Der Apotheker Alfyn träumt seit dem Augenblick, als ihm als Kind von einem wandernden Heiler geholfen wurde, davon, den Menschen des gesamten Kontinents zu helfen und ihre Krankheiten zu heilen. Nachdem sein bester Freund ihn ermutigt hat, seinen Träumen zu folgen, bricht er auf.

Die Händlerin Tressa, die ihrem Vater dabei hilft, sein Geschäft aufrecht zu halten, träumt eigentlich viel mehr von der großen weiten Welt und den Abenteuern, die es dort zu erleben gilt. Sie findet das Tagebuch eines Reisenden und macht ihrem Vater klar, dass sie lieber die Welt sehen möchte.

Die Jägerin H‘aanit, die, wie jedes Kind im Dorf „S’warkii“, einen Lehrmeister für die Jagdkunst zugewiesen bekommen hat. Dieser verlässt eines Tages das Dorf, um eine Bestie zu töten, die seine Heimat bedroht. Da er jedoch ein Jahr nicht zurückkehrt, macht sich H’aanit persönlich auf die Suche nach ihrem alten Lehrmeister.

Der Krieger Olberic, der früher als Ritter dem König diente, verlor bei einer Schlacht fast alles was ihm wichtig war. Der König starb und sein Dorf wurde überrannt. Da er sich mitverantwortlich für diese Niederlage fühlte, legte er sein Schwert nieder, das er nun jedoch wiederergreift, um einen Jungen zu retten, der von Banditen entführt wurde und unter seiner Obhut stand.

In guter alter Rollenspiel Manier levelt man diese Charaktere auf und muss sich dann im Laufe des Spiels zwischen zwei Laufbahnen entscheiden. Schurkisch oder Nobel. Dies beeinflusst die Kampfweise, insofern, dass verschiedene Attacken erlernt werden können. Generell lässt sich zur Kampfweise sagen, dass Strategie eine große Rolle spielt.

So lassen sich bis zu vier Charaktere auf Missionen mitnehmen. Diese bekommen auch dann Erfahrungspunkte, wenn sie keine einzige Attacke eingesetzt haben. Pro Runde bekommt jeder Charakter einen sogenannten Boost Punkt, dieser verstärkt die Angriffe. Je mehr Boost Punkte verfügbar sind, desto mehr werden die Angriffe also verstärkt. Bis zu fünf Boost Punkte können pro Charakter und pro Kampf angesammelt werden. Warten lohnt sich also. Außerdem hat jeder Gegner unterschiedliche Schwächen und jede spielbare Person andere Stärken. Diese Schwächen werden uns als Spieler nicht angezeigt außer, man hat den Gelehrten Cyrus im Team, dessen Talent es ist, diese aufzuzeigen. Dazu muss man sein Talent jedoch erst einmal freischalten. Jeder Charakter hat ein eigenes Talent, das im Laufe des Spiels sehr wichtig werden kann. Weiterhin wird Strategie auch dazu benötigt, um sich die richtige Gruppe für die Missionen auszusuchen. Erstens, weil die Gegner wie oben erwähnt verschiedene Schwächen haben und zweitens, weil jeder Charakter im Kampf auf anderes spezialisiert ist. Der Krieger Olberic und die Jägerin H’aanit sind zum Beispiel sehr gut darin, starke Angriffe auszuteilen, während der Apotheker Alfyn und die Klerikerin Ophilia mit ihren Heilzaubern die Gruppe schnell wieder auf Trab bringen können.

Die HD 2D Grafik trägt viel zum Charme des Spiels bei. Es trifft vielleicht nicht jedermanns Geschmack, mir hat es jedoch sehr gut gefallen. Ziemlich positiv aufgefallen ist mir, dass sich in Gewässern das Licht spiegelt, was ein schönes Detail ist. Alles in allem passt die Grafik super zur Switch.

Der Soundtrack des Spiels erinnert stark an Mittelaltermusik. Dies ist jedoch auch logisch, da auch „Octopath Traveller“ an diese Epoche angelehnt ist. Mir hat der Soundtrack, vor allem der Track „Battle at Journeys End“ gut gefallen. Die Musik, die bei Bosskämpfen gespielt wird, trägt stark zur düsteren und spannenden Atmosphäre bei. Der Komponist, Yasunori Nishiki, hat außerdem beim Soundtrack vom 2019 erschienenen dritten Teil von „Kingdom Hearts“ mitgewirkt.

Alles in allem hatte ich sehr viel Spaß beim Spielen von „Octopath Traveller“ und kann es jedem Fan von Rollenspielen und strategisch anspruchsvollen Spielen ans Herz legen. Ehrlich gesagt lohnt sich ein Blick auf dieses Spiel schon allein wegen des wunderbaren Soundtracks.

Das Spiel gibt es in der Bücherei für die Switch, zum ausleihen.

GamingScout: Sophie

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