Spielerei digital: Persona 5

Dieses von der Publisherfirma „Atlus“ entwickelte JRPG erschien am 31. 10. 2019 für die PS4 und den PC. Es ist das Dlc für Persona 5 und hat somit einige zusätzliche Inhalte zu bieten. Um euch die Entscheidung, ob ihr euch das Spiel ausleihen solltet zu erleichtern, hier eine kleine Review.

Story: Zu viel kann und werde ich nicht von der Story erzählen, da ich nicht spoilern möchte. Was sich jedoch zur Story sagen lässt ist das folgende: Der Hauptcharakter der Story wird Zeuge eines versuchten sexuellen Übergriffs. Die betroffene Frau lässt sich jedoch vom Täter dazu erpressen, auszusagen, dass der Hauptcharakter den Angriff unternommen hätte. So zu Unrecht vorbestraft, muss er nun versuchen, während der Bewährung nicht zu sehr aufzufallen. Nun gilt es den Schultag zu meistern und neue Freunde zu finden, was sich als Vorbestrafter als eine große Herausforderung darstellt. Auf der neuen Schule lernt er den Lehrer „Kamoshida“ kennen, der in einige illegale Aktivitäten verstrickt ist. So wendet er zum Beispiel bei seinem Volleyballteam häufig Gewalt an. Zusammen mit Ryuji, seinem neu gewonnenen Freund, versucht er ihn aufzuhalten.

Gameplay: Um erfolgreich zu sein, muss er Dungeons (sogenannte Paläste) infiltrieren, um so die verzerrten Kognitionen der Menschen verändern zu können. Er muss also einen Sinneswandel bewirken. Diese Paläste erreichen er und seine Teammitglieder durch eine App, die plötzlich auf ihren Handys aufgetaucht ist.

Eine Hand hält ein Smartphone, man sieht verschiedene App-Symbole. Ein Symbol sieht aus wie ein Auge. In zwei Sprechblasen steht "Ich dachte, ich hätte sie gelöscht. Ist echt gruselig"
Screenshot der Verfasserin

In diesen Palästen gilt es zahlreiche Monster zu besiegen und Items zu finden. Die Kämpfe erinnern stark an Pokémon. Die Gegner haben verschiedene Schwächen, wie zum Beispiel Feuer oder Schusswaffen. Diese müssen vom Spieler herausgefunden und mit den verschiedenen Teammitgliedern (die Gruppe darf aus vier Personen bestehen) bekämpft werden. Mit den Personas, die jedes Teammitglied besitzt (der Hauptcharakter „Joker“ kann mehrere Personas in sich aufnehmen und im Verlaufe des Spiels zu immer stärkeren Personas fusionieren), lässt sich Elementarschaden austeilen. Außerdem kann mit Nah- und Fernkampfwaffen angegriffen werden. Die Munitionen füllen sich nach jedem Kampf wieder auf. Bei den Kämpfen spielen sowohl die KP (Lebenspunkte), als auch die SP (Angriffspunkte) der Charaktere eine wichtige Rolle. Seid hier gewarnt, dass gerade in den ersten zwei Dungeons die SP der Charaktere noch schnell zur Neige gehen werden, da hier noch kein Curry (ein Item, dass die SPS aller Teammitglieder heilen kann) hergestellt werden kann. Am Ende jeden Dungeons wartet ein Boss mit spannenden, einzigartigen Kampfmustern.

Screenshot der Autorin

Die Schwierigkeit des Spiels lässt sich jederzeit anpassen und reicht von Nur Story bis zu Gnadenlos. Ansonsten kann auch Einfach, Mittel oder Schwer gewählt werden. Im Reallife muss die Schule besucht werden, an Beziehungen mit anderen Charakteren gearbeitet werden (diese können Vorteile im Kampf gewähren), die Skills (Wissen, Können, Mut, Charme und Güte) gelevelt werden (zum Beispiel mit Lesen oder ins Kino gehen) und gearbeitet werden (dies ist auch wieder gut fürs Leveln und fürs Geld verdienen). In der Schule wird der Spieler manchmal dazu aufgefordert Fragen zu beantworten. Einige dieser Fragen sind für nicht Japaner nicht so einfach zu beantworten, da sie sich entweder um die Schrift oder um die Geschichte drehen. Dafür gibt es aber auch einige Fragen, die für Nicht-Japaner einfach zu beantworten sind, zum Beispiel Fragen, die das sprachliche Wissen testen. Wenn diese Fragen richtig beantwortet wurden, erhält der Charakter Wissenspunkte. Am Ende des Semesters gilt es außerdem einen Abschlusstest zu bestehen, um zu verhindern, dass man sitzenbleibt. Da für jede Aktivität Zeit verbraucht wird, ist ein gutes Zeitmanagement vonnöten.

Im zweiten existierenden Reich, dem sogenannten „Schattenreich“ müssen Monster in den Dungeons besiegt werden. Diesem „Schattenreich“ angehörig ist auch das sogenannte „Metaverse“. In diesem müssen ebenfalls (wie in den Palästen) Sinneswandel von korrupten Menschen herbeigeführt werden. Diese sind jedoch nicht Teil der Hauptstory und deshalb auch komplett optional. Ein Abstecher ins „Metaverse“ lohnt sich jedoch allemal, da es Items zu finden gibt und das Leveln der Charaktere vereinfacht.

Persona 5 spielt in Japans Hauptstadt Tokio und lässt den Spieler einige der prominenten Orte aufsuchen. So zum Beispiel das Mekka japanischer Popkultur „Akihabara“. Die Spielzeit von Persona 5 dauert 100 Stunden, mit dem Dlc sogar 120 Stunden.

Soundtrack: Der Soundtrack wurde von mehreren Komponisten erschaffen und trägt gut zur Atmosphäre des Spiels bei. Die Stücke klingen einzigartig und einprägsam. Jedoch sind manche Songs nach drei Stunden Spielzeit schon zu häufig gehört und haben mich deshalb persönlich etwas genervt. So zum Beispiel der Song „Beneath the Mask“, der oft während des Tages gespielt wird.

Grafik: Die Grafik ist ziemlich speziell und wird bestimmt nicht jedem gefallen. Da ich jedoch ein großer Fan von Anime bin, fand ich den Grafikstil sehr ansprechend. Insbesondere die Monster, die es in den Palästen zu besiegen gilt, waren sehr detailliert dargestellt. Selbst beim Itemmenü wurde mit Liebe zum Detail gearbeitet.

Fazit: Ich empfehle dieses Spiel jedem, der eine spannende Handlung, JRPGs und Kämpfe im Pokémonstil mag und kein Problem mit der speziellen Anime Grafik und einem langsamen Beginn der Handlung hat.

Auszuleihen ist das Spiel in der Zentralbücherei und einer Zweigstelle für die Playstation 4.

Gaming-Scout: Sophie

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